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Pressedienst des Handelsverbandes (PDHV002) 19.09.2008
Versandhandelstag
Von Daten zu Taten
„Kennen Sie Ihre Kunden?“, lautete der Titel des 8. Versandhandelstages des Handelsverbandes. In zahlreichen Vorträgen wurde demonstriert, dass die auf den ersten Blick recht banale Frage bei näherer Betrachtung doch nicht so einfach mit „Ja“ zu beantworten ist.
„Viele Unternehmen sind bereits in Besitz eines großen Schatzes an Daten. Es reicht aber nicht aus, die Daten allein zu haben“, umriss Moderator Mag. Herbert Brauneis, Marketing- und Vertriebsleiter Prolytic GmbH, gleich zu Beginn das Thema des 8. Versandhandelstages im Holiday Inn Vienna South. Es gehe darum, die internen Daten „sprechen zu lassen“. Wie man Daten zum Sprechen bringt, zeigten die Vorträge im Anschluss an Brauneis´ einleitende Worte. In den Referaten wurde verdeutlicht, wie datengetriebenes Analysieren der Kundeninfos funktionieren kann und welche Vorteile es bringt. Der Handelsverband unter Geschäftsführer Dr. Stefan Mumelter und Vizepräsident Christian Ernst Sommer bat hochkarätige Referenten aus dem In- und Ausland, ihren Zugang zum Kunden zu erläutern.
Individueller agieren ist gefragt
Mag. Gerhard Ortner-Pitzl, stv. Leiter Division Custom Research GfK Austria GmbH, berichtete über die Retail Trends anhand globaler Kundensegmente. Als Unternehmen müsse man jene Personengruppen identifizieren, die man ansprechen wolle, wobei: Eine einfache Segmentierung sei heutzutage zu wenig und in Zeiten des „Downturn“ müsse man sich auch an andere Konsumentengruppen wenden.
James Tita, Head of New Business Development Home Shopping Europe GmbH, legte in seinem Referat den Zugang zum Thema Kunden beim Teleshopping dar. Wie Tita – zum Erstaunen vieler Zuhörer – ausführte, seien Zuschauerquoten bei HSE24 irrelevant, werde die Programmierung durch das Sortiment und Produkt gesteuert und stehe die Zielgruppe nicht im Vordergrund. Das Ziel laute, das Produkt interessant zu präsentieren, Informationen bereitzustellen und die Response so einfach wie möglich zu gestalten.
Soziodemografie greift zu kurz
Eine genauere, tiefer gehende Betrachtung der Kundendaten fördert oft wichtige Erkenntnisse zutage. „Soziodemografische Merkmale erklären viele Zusammenhänge, reichen jedoch nicht aus“, lautet die Botschaft von DI Klaus Hassel, Geschäftsführer microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH. Bei den Lebenswelten unter soziodemografisch gleichen Menschen gebe es oft enorme Unterschiede. Wer Menschen verstehen wolle, müsse sich mit ihrer Alltagswelt auseinandersetzen, so Hassel. „Unternehmen müssen auf Veränderungen in der Gesellschaft eingehen und neue Zielgruppen erschließen, Sortimentspräferenzen im Kundenbestand identifizieren und die Werte der Kunden kennen“, war schließlich sein Fazit.
Dkfm. Florian Schulte, Vorstand Deltavista Holding AG, referierte über Herausforderungen im integrierten Risikomanagement von Neu- und Bestandskunden. Schulte zeigte auf, wie sich das Risiko, an zahlungsunfähige und
-unwillige Kunden zu gelangen, minimieren lasse. Hierfür gebe es mehrere Ankerpunkte, anhand derer Muster identifizierbar seien. Durch die anonymere Geschäftsbeziehung im Internet würden Betrügereien und Spaßbestellungen zunehmen. Optimierungspotenzial sieht er in der Bonitätsprüfung. Durch die Segmentierung der Mahnfälle auf Basis interner und externen Daten sei noch Geld zu holen.
Gute Datenqualität ist nicht selbstverständlich
Einsparungspotenzial liege auch im Adressabgleich der firmeneigenen Kundendatenbank mit den Daten der Post, erklärte Mag. (FH) Barbara Bojanovsky, La Redoute Österreich, im Rahmen des Vortrages von Mag. Thomas Koch, Direct Marketing-Berater Österreichische Post AG. Der französische Versender führt in regelmäßigen Abständen, vor allem vor dem Versand von Katalogen und wichtigen Mailings, einen Abgleich mit dem Adress.Check der Österreichischen Post AG durch. Dadurch kann laut Fr. Bojanovsky die Rücklaufquote erheblich reduziert werden. Abgesehen vom finanziellen Aspekt werde das Dublettenrisiko minimiert und der Stammkunde bleibe erhalten.
Gute Datenqualität sei unabdingbar, meinte Dipl.-Inform. Wilfried Eickholz, Uniserv GmbH. Die Ursachen für schlechte Datenqualität sieht er etwa in der mangelhaften Dateneingabe, der Erzeugung von Dubletten oder aber auch in der Integration externer Daten. Die Konsequenz seien unbefriedigende Ergebnisse, erhöhte Kosten, sinkende Kundenzufriedenheit und Zahlungsrisiken. Die Erhaltung von guter Datenqualität bedürfe Eickholz zufolge eines kontinuierlichen Prozesses, der permanente Aufmerksamkeit und regelmäßige Aktionen benötige.
Wie sich durch den USP Response generieren lässt, beleuchtete Jörn Kelterer, Geschäftsführer Rosenzweig & Schwarz Agentur für Dialogmarketing GmbH. Laut Kelterer müsse jedes Unternehmen seine Einmaligkeit entdecken und versuchen, diese zu Response-starken Argumenten zu machen.
Gesprochenes Wort hat Macht
Dass sich Response durch interpersonelle Kommunikation erzielen lässt, wurde durch den Vortrag von Mag. Axel Maier, Geschäftsführer Maier`s Büro, über strategische Mundpropaganda deutlich. Mundpropaganda gebe im Kaufentscheidungsprozess Orientierung und könne diesen etwa im Vergleich zu Werbung um ein Vielfaches stärker beeinflussen. „Ein Produkt hebt dann ab, wenn es Teil der interpersonellen Kommunikation wird“, so Maier.
Für die Stärkung der Teilnehmer des 8. Versandhandelstages im Holiday Inn Vienna South - die Örtlichkeit wurde von Hermes gesponsert - sorgte der Lunch auf Einladung der Österreichischen Post AG sowie die Kaffeepause auf Einladung der Prolytic GmbH.
Mehr Infos: www.versandhandel-online.at bzw. www.handelsverband.at
Dr. Stefan Mumelter, Geschäftsführer des Handelsverbandes
Christian Ernst Sommer, Vizepräsident des Handelsverbandes
James Tita, Head of New Business Development Home Shopping Europe GmbH
Die Bildrechte liegen beim Handelsverband, Wiedergabe mit Quellenangabe ist jederzeit erlaubt.
Der Handelsverband ist eine freiwillige Interessenvertretung von derzeit mehr als 150 großen Handelsbetrieben in Österreich. Wir nehmen die Funktionen eines Wirtschafts-, Berufs- und Arbeitgeberverbandes wahr.
Wir verstehen uns als handelsorientiertes Dienstleistungszentrum und als branchen-übergreifendes Wirtschaftsforum. Mit Richtlinien, Kennzeichen und Gütesiegeln fördern wir das Qualitätsbewusstsein der Konsumenten und setzen hohe Standards.
Wir fördern das Vertrauen der Konsumenten in den Handel und informieren Konsumenten über aktuelle Entwicklungen.
Rückfragehinweis:
Handelsverband
Dr. Stefan Mumelter, Geschäftsführer
Tel: 01 / 406 22 36:
Versandhandelstag
Von Daten zu Taten
„Kennen Sie Ihre Kunden?“, lautete der Titel des 8. Versandhandelstages des Handelsverbandes. In zahlreichen Vorträgen wurde demonstriert, dass die auf den ersten Blick recht banale Frage bei näherer Betrachtung doch nicht so einfach mit „Ja“ zu beantworten ist.
„Viele Unternehmen sind bereits in Besitz eines großen Schatzes an Daten. Es reicht aber nicht aus, die Daten allein zu haben“, umriss Moderator Mag. Herbert Brauneis, Marketing- und Vertriebsleiter Prolytic GmbH, gleich zu Beginn das Thema des 8. Versandhandelstages im Holiday Inn Vienna South. Es gehe darum, die internen Daten „sprechen zu lassen“. Wie man Daten zum Sprechen bringt, zeigten die Vorträge im Anschluss an Brauneis´ einleitende Worte. In den Referaten wurde verdeutlicht, wie datengetriebenes Analysieren der Kundeninfos funktionieren kann und welche Vorteile es bringt. Der Handelsverband unter Geschäftsführer Dr. Stefan Mumelter und Vizepräsident Christian Ernst Sommer bat hochkarätige Referenten aus dem In- und Ausland, ihren Zugang zum Kunden zu erläutern.
Individueller agieren ist gefragt
Mag. Gerhard Ortner-Pitzl, stv. Leiter Division Custom Research GfK Austria GmbH, berichtete über die Retail Trends anhand globaler Kundensegmente. Als Unternehmen müsse man jene Personengruppen identifizieren, die man ansprechen wolle, wobei: Eine einfache Segmentierung sei heutzutage zu wenig und in Zeiten des „Downturn“ müsse man sich auch an andere Konsumentengruppen wenden.
James Tita, Head of New Business Development Home Shopping Europe GmbH, legte in seinem Referat den Zugang zum Thema Kunden beim Teleshopping dar. Wie Tita – zum Erstaunen vieler Zuhörer – ausführte, seien Zuschauerquoten bei HSE24 irrelevant, werde die Programmierung durch das Sortiment und Produkt gesteuert und stehe die Zielgruppe nicht im Vordergrund. Das Ziel laute, das Produkt interessant zu präsentieren, Informationen bereitzustellen und die Response so einfach wie möglich zu gestalten.
Soziodemografie greift zu kurz
Eine genauere, tiefer gehende Betrachtung der Kundendaten fördert oft wichtige Erkenntnisse zutage. „Soziodemografische Merkmale erklären viele Zusammenhänge, reichen jedoch nicht aus“, lautet die Botschaft von DI Klaus Hassel, Geschäftsführer microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH. Bei den Lebenswelten unter soziodemografisch gleichen Menschen gebe es oft enorme Unterschiede. Wer Menschen verstehen wolle, müsse sich mit ihrer Alltagswelt auseinandersetzen, so Hassel. „Unternehmen müssen auf Veränderungen in der Gesellschaft eingehen und neue Zielgruppen erschließen, Sortimentspräferenzen im Kundenbestand identifizieren und die Werte der Kunden kennen“, war schließlich sein Fazit.
Dkfm. Florian Schulte, Vorstand Deltavista Holding AG, referierte über Herausforderungen im integrierten Risikomanagement von Neu- und Bestandskunden. Schulte zeigte auf, wie sich das Risiko, an zahlungsunfähige und
-unwillige Kunden zu gelangen, minimieren lasse. Hierfür gebe es mehrere Ankerpunkte, anhand derer Muster identifizierbar seien. Durch die anonymere Geschäftsbeziehung im Internet würden Betrügereien und Spaßbestellungen zunehmen. Optimierungspotenzial sieht er in der Bonitätsprüfung. Durch die Segmentierung der Mahnfälle auf Basis interner und externen Daten sei noch Geld zu holen.
Gute Datenqualität ist nicht selbstverständlich
Einsparungspotenzial liege auch im Adressabgleich der firmeneigenen Kundendatenbank mit den Daten der Post, erklärte Mag. (FH) Barbara Bojanovsky, La Redoute Österreich, im Rahmen des Vortrages von Mag. Thomas Koch, Direct Marketing-Berater Österreichische Post AG. Der französische Versender führt in regelmäßigen Abständen, vor allem vor dem Versand von Katalogen und wichtigen Mailings, einen Abgleich mit dem Adress.Check der Österreichischen Post AG durch. Dadurch kann laut Fr. Bojanovsky die Rücklaufquote erheblich reduziert werden. Abgesehen vom finanziellen Aspekt werde das Dublettenrisiko minimiert und der Stammkunde bleibe erhalten.
Gute Datenqualität sei unabdingbar, meinte Dipl.-Inform. Wilfried Eickholz, Uniserv GmbH. Die Ursachen für schlechte Datenqualität sieht er etwa in der mangelhaften Dateneingabe, der Erzeugung von Dubletten oder aber auch in der Integration externer Daten. Die Konsequenz seien unbefriedigende Ergebnisse, erhöhte Kosten, sinkende Kundenzufriedenheit und Zahlungsrisiken. Die Erhaltung von guter Datenqualität bedürfe Eickholz zufolge eines kontinuierlichen Prozesses, der permanente Aufmerksamkeit und regelmäßige Aktionen benötige.
Wie sich durch den USP Response generieren lässt, beleuchtete Jörn Kelterer, Geschäftsführer Rosenzweig & Schwarz Agentur für Dialogmarketing GmbH. Laut Kelterer müsse jedes Unternehmen seine Einmaligkeit entdecken und versuchen, diese zu Response-starken Argumenten zu machen.
Gesprochenes Wort hat Macht
Dass sich Response durch interpersonelle Kommunikation erzielen lässt, wurde durch den Vortrag von Mag. Axel Maier, Geschäftsführer Maier`s Büro, über strategische Mundpropaganda deutlich. Mundpropaganda gebe im Kaufentscheidungsprozess Orientierung und könne diesen etwa im Vergleich zu Werbung um ein Vielfaches stärker beeinflussen. „Ein Produkt hebt dann ab, wenn es Teil der interpersonellen Kommunikation wird“, so Maier.
Für die Stärkung der Teilnehmer des 8. Versandhandelstages im Holiday Inn Vienna South - die Örtlichkeit wurde von Hermes gesponsert - sorgte der Lunch auf Einladung der Österreichischen Post AG sowie die Kaffeepause auf Einladung der Prolytic GmbH.
Mehr Infos: www.versandhandel-online.at bzw. www.handelsverband.at
Dr. Stefan Mumelter, Geschäftsführer des Handelsverbandes
Christian Ernst Sommer, Vizepräsident des Handelsverbandes
James Tita, Head of New Business Development Home Shopping Europe GmbH
Die Bildrechte liegen beim Handelsverband, Wiedergabe mit Quellenangabe ist jederzeit erlaubt.
Der Handelsverband ist eine freiwillige Interessenvertretung von derzeit mehr als 150 großen Handelsbetrieben in Österreich. Wir nehmen die Funktionen eines Wirtschafts-, Berufs- und Arbeitgeberverbandes wahr.
Wir verstehen uns als handelsorientiertes Dienstleistungszentrum und als branchen-übergreifendes Wirtschaftsforum. Mit Richtlinien, Kennzeichen und Gütesiegeln fördern wir das Qualitätsbewusstsein der Konsumenten und setzen hohe Standards.
Wir fördern das Vertrauen der Konsumenten in den Handel und informieren Konsumenten über aktuelle Entwicklungen.
Rückfragehinweis:
Handelsverband
Dr. Stefan Mumelter, Geschäftsführer
Tel: 01 / 406 22 36:



