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News 2011  | News 2010  | News 2009  | News 2008  | News 2007  | News 2006  | News 2005  Pressedienst des Handelsverbandes (PDHV008) 14.11.2008

Handelsverband zur Vertagung des Kollektivvertragsabschlusses

Mumelter sieht in „Unterbrechung“ durch Arbeitnehmerseite gefährliches Spiel mit dem Feuer

„Der Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen im österreichischen Handel, mit 550.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in Österreich, wurde ein weiteres Mal ohne Not vertagt“, zeigt sich Dr. Stefan Mumelter, Geschäftsführer des Österreichischen Handelsverbandes zwar nicht überrascht, aber doch enttäuscht. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Verunsicherung der Menschen durch die globale Finanzkrise und täglich auftretende hausgemachte Schwelbrände bei infrastrukturellen Schlüsselunternehmen wie Post, AUA oder Telekom, seien Verzögerungstaktik und Drohgebärden durch die Arbeitnehmervertreter das falsche Signal.
Es gehe nun um die Wahrnehmung der wirtschaftspolitischen Verantwortung durch die Verhandlungspartner und ein ehrliches „Miteinander“, so Mumelter weiter. Der Handelsverband habe schon während der letzten Verhandlungsrunden immer wieder Augenmaß eingemahnt und insbesondere auch eine „faire Einmalzahlung abhängig vom Unternehmenserfolg“ als Ausgleich für eine moderate prozentuelle Erhöhung der Löhne vorgeschlagen. „Leider wurde dieser Vorschlag bisher seitens der Gewerkschaft mit eher reflexartiger Ablehnung bedacht“, konstatiert Mumelter einen Rückfall in alte Verhaltensmuster.
Dabei werde seitens des ÖGB in der Öffentlichkeit durchaus trickreich argumentiert. „Ich kann mich noch erinnern, dass voriges Jahr die guten Konjunkturprognosen für 2008 als Begründung für eine hohe Lohnrunde dienten. Jetzt, wo wir auf Grund der globalen Finanzkrise einem Konkunktureinbruch für 2009 ins Auge sehen, argumentiert GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian, das Jahr 2008 wäre gut gelaufen und daher sei ein hoher Kollektivvertragsabschluss für 2009 gerechtfertigt“, erinnert Mumelter. Man müsse sich schon auf ein Kriterium einigen und nicht jeweils jenes zur Begründung der eigenen Position zuziehen, das einem „gerade besser passe“, so Mumelter.
Der Österreichische Handelsverband mahne daher noch einmal dringend zur Umsicht und werde sich weiter um den Dialog mit den Vertretern der Arbeitnehmerseite bemühen. „Wir sitzen alle im selben Boot und sollten daher in die gleiche Richtung rudern. Angesagt sind ruhige, zielorientierte Verhandlungen.“ rät Mumelter, einen kühlen Kopf zu bewahren.

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Rückfragehinweis:
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