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Bilanz des Handels 2004:
4,9 % nominelles Wachstum, 1,6 % Zuwachs zu konstanten Preisen
www.handelsverband.at, März 2005:: Recht uneinheitlich und wechselvoll entwickelten sich die drei großen Sparten des österreichischen Handels im Jahr 2004.
Wie aus den jetzt veröffentlichten Berechnungen der Statistik Austria hervorgeht, erreichte der Großhandel mit 6,7% gegenüber 2003 das größte nominelle Wachstum, gefolgt vom Kraftfahrzeughandel mit 3,5% und dem Einzelhandel, wo das Plus zu laufenden Preisen bei 2,3% lag.
Betrachtet man hingegen die Entwicklung zu konstanten Preisen, so ergibt sich ein anderes Bild: Denn während der Kfz-Handel ein reales Umsatzwachstum von lediglich 1,2% erzielte, lagen Einzelhandel und Großhandel mit einem Zuwachs von 1,6 bzw. 1,7% dicht beieinander.
Der Vergleich zwischen nominellem und realen Umsatzwachstum macht klar, daß der Einzelhandel die Preise am stabilsten halten konnte. Belief sich die Differenz zwischen konstanten und laufenden Preisen im Einzelhandel nur auf 0,7%, so ergibt sich beim Kfz-Handel eine Steigerung um 2,3% und im Großhandel von nicht weniger als 5%.
Ausschlaggebend für diese Entwicklung war der starke Anstieg der Großhandelspreise nicht nur bei festen Brennstoffen (+17,9%), bei Mineralölerzeugnissen (+14,6%) und bei Benzin (+8,6%), sondern auch bei NE-Metallen (+14,0%) und vor allem bei Eisen und Stahl, wo infolge des Nachfragebooms in China bei gleichzeitiger Mengenverknappung die Preise um mehr als 50% nach oben schnellten.
Die Absenkung des Preisniveaus bei einer Reihe von Warengruppen - und hier vor allem bei Leder und Schuhen sowie bei Fotoartikeln und optischen Erzeugnissen - konnte die erhebliche Verteuerung in den übrigen Warengruppen nicht wettmachen, woraus der Preisindex des Großhandels 2004 deutlich stärker stieg als in den vorangegangenen Jahren.
Wesentlich geringer waren die Abweichungen, die zwischen nominellem und realem Wachstum im heimischen Einzelhandel auftraten. Charakteristisch dafür ist die Warenkategorie Hausrat und Haushaltsführung, zu der neben kurzlebigen Haushaltswaren auch Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Mikrowellenherde sowie Werkzeuge und Geräte für Haus und Garten zählen. Wuchs diese Hauptgruppe zu laufenden Preisen um 3,0%, so lag das reale Plus bei 2,3%. Noch geringer war die Differenz bei Nahrungsmitteln mit 0,1% sowie bei Textilien, Bekleidung und Schuhen mit 0,4%.
Wechselvoll verlief in den drei großen Handelssparten auch die Entwicklung in den einzelnen Quartalen des Vorjahrs. Fiel der Start ins Jahr 2004 insgesamt wenig zufriedenstellend aus - lediglich der Einzelhandel hatte ein marginales Wachstum zu verzeichnen, während Kfz-Handel und Großhandel sogar ein Umsatzminus in Kauf nehmen mußten -, so trat im 2. Quartal erstmals eine leichte Belebung ein, die sich im 3. Quartal mit noch stärkerem Effekt fortsetzte.
Bemerkenswert war dabei, daß der Einzelhandel das stärkste Umsatzplus nicht, wie dies traditionellerweise der Fall ist, im Jahresschlußquartal, sondern mit einem Zuwachs von 3% bereits im 3. Quartal erzielen konnte. Ausschlaggebend dafür war, daß die Schlußbilanz des Weihnachtsgeschäfts unter dem Strich doch etwas hinter den Erwartungen zurückblieb, wodurch die reale Umsatzsteigerung in den Monaten von November bis Dezember letztlich die Marke von 2% nicht überstieg.

Bilanz des Handels 2004:
4,9 % nominelles Wachstum, 1,6 % Zuwachs zu konstanten Preisen
www.handelsverband.at, März 2005:: Recht uneinheitlich und wechselvoll entwickelten sich die drei großen Sparten des österreichischen Handels im Jahr 2004.
Wie aus den jetzt veröffentlichten Berechnungen der Statistik Austria hervorgeht, erreichte der Großhandel mit 6,7% gegenüber 2003 das größte nominelle Wachstum, gefolgt vom Kraftfahrzeughandel mit 3,5% und dem Einzelhandel, wo das Plus zu laufenden Preisen bei 2,3% lag.
Betrachtet man hingegen die Entwicklung zu konstanten Preisen, so ergibt sich ein anderes Bild: Denn während der Kfz-Handel ein reales Umsatzwachstum von lediglich 1,2% erzielte, lagen Einzelhandel und Großhandel mit einem Zuwachs von 1,6 bzw. 1,7% dicht beieinander.
Der Vergleich zwischen nominellem und realen Umsatzwachstum macht klar, daß der Einzelhandel die Preise am stabilsten halten konnte. Belief sich die Differenz zwischen konstanten und laufenden Preisen im Einzelhandel nur auf 0,7%, so ergibt sich beim Kfz-Handel eine Steigerung um 2,3% und im Großhandel von nicht weniger als 5%.
Ausschlaggebend für diese Entwicklung war der starke Anstieg der Großhandelspreise nicht nur bei festen Brennstoffen (+17,9%), bei Mineralölerzeugnissen (+14,6%) und bei Benzin (+8,6%), sondern auch bei NE-Metallen (+14,0%) und vor allem bei Eisen und Stahl, wo infolge des Nachfragebooms in China bei gleichzeitiger Mengenverknappung die Preise um mehr als 50% nach oben schnellten.
Die Absenkung des Preisniveaus bei einer Reihe von Warengruppen - und hier vor allem bei Leder und Schuhen sowie bei Fotoartikeln und optischen Erzeugnissen - konnte die erhebliche Verteuerung in den übrigen Warengruppen nicht wettmachen, woraus der Preisindex des Großhandels 2004 deutlich stärker stieg als in den vorangegangenen Jahren.
Wesentlich geringer waren die Abweichungen, die zwischen nominellem und realem Wachstum im heimischen Einzelhandel auftraten. Charakteristisch dafür ist die Warenkategorie Hausrat und Haushaltsführung, zu der neben kurzlebigen Haushaltswaren auch Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Mikrowellenherde sowie Werkzeuge und Geräte für Haus und Garten zählen. Wuchs diese Hauptgruppe zu laufenden Preisen um 3,0%, so lag das reale Plus bei 2,3%. Noch geringer war die Differenz bei Nahrungsmitteln mit 0,1% sowie bei Textilien, Bekleidung und Schuhen mit 0,4%.
Wechselvoll verlief in den drei großen Handelssparten auch die Entwicklung in den einzelnen Quartalen des Vorjahrs. Fiel der Start ins Jahr 2004 insgesamt wenig zufriedenstellend aus - lediglich der Einzelhandel hatte ein marginales Wachstum zu verzeichnen, während Kfz-Handel und Großhandel sogar ein Umsatzminus in Kauf nehmen mußten -, so trat im 2. Quartal erstmals eine leichte Belebung ein, die sich im 3. Quartal mit noch stärkerem Effekt fortsetzte.
Bemerkenswert war dabei, daß der Einzelhandel das stärkste Umsatzplus nicht, wie dies traditionellerweise der Fall ist, im Jahresschlußquartal, sondern mit einem Zuwachs von 3% bereits im 3. Quartal erzielen konnte. Ausschlaggebend dafür war, daß die Schlußbilanz des Weihnachtsgeschäfts unter dem Strich doch etwas hinter den Erwartungen zurückblieb, wodurch die reale Umsatzsteigerung in den Monaten von November bis Dezember letztlich die Marke von 2% nicht überstieg.




