Archiv
News 2011
|
News 2010
|
News 2009
|
News 2008
|
News 2007
|
News 2006
|
News 2005
Europas Einzelhandel legt im 1. Quartal 2005 leicht zu -
auch Österreich im Plus
www.handelsverband.at, Mai 2005: Die leichte Belebung des Einzelhandels in der Eurozone hat sich auch im März dieses Jahres fortgesetzt. Nachdem das Absatzvolumen im Jänner gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres noch mit 0,6% im Minus lag und im Februar ein kleines Plus von 0,8% zu verzeichnen war, konnte nunmehr mit einem Zuwachs von 1,4% das bislang beste Ergebnis im 1. Quartal registriert werden.
Während der österreichische Einzelhandel mit einem Wachstum von 0,4% im Jänner und einem Plus von 0,8% im Februar geringfügig den von Eurostat ermittelten Durchschnittswert der Eurozone übertraf, zeichnet sich in Deutschland eine Trendwende ab. Mußte der deutsche Einzelhandel noch im 4. Quartal 2004 jeweils monatliche Rückgänge zwischen 2,0 und 2,7% in Kauf nehmen, so kam es im Februar 2005 erstmals zu einer Zunahme von 1,1%, der im März mit 0,6% wiederum eine, wenn auch kleine Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres folgte.
Freilich bleibt das Wachstum des Einzelhandels in der Eurozone damit abermals deutlich hinter der EU-15 zurück, wo das Absatzvolumen im März nach einem Plus von 0,7% im Jänner und von 1,8% im Februar auf 2,3% zulegte.
Grund dafür sind die ausgezeichneten Werte, die der Einzelhandel in den Nicht-Euroländern Schweden und Dänemark sowie in etwas geringerem Ausmaß in Großbritannien melden konnte. So erzielte etwa der schwedische Handel im März mit einem Zuwachs von nicht weniger als 8% ein weiteres Rekordergebnis, nachdem schon im Jänner 2005 die Umsätze gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum um 6,9 und im Februar um 4,3% gestiegen waren.
Noch günstiger verläuft die Entwicklung gegenwärtig in Dänemark, wo nach einem durchschnittlichen Wachstum von knapp mehr als 10% im 4. Quartal 2004 der Einzelhandel auch das 1. Quartal dieses Jahres mit einer Absatzsteigerung von mehr als 9% abschließen konnte. In Großbritannien hingegen sank das Wachstum im 1. Quartal 2005 zwar knapp unter 4%, erreicht damit jedoch einen Wert, der in der Euro-Zone lediglich von Irland übertroffen wurde.
Bemerkenswert ist, daß infolge des kräftigen Auftriebs des Einzelhandels in den Nicht Euro-Ländern Dänemark, Schweden und Großbritannien das Wachstum in der EU-15 erstmals jenes in der EU-25 - also inklusive der neuen Beitrittsländer - übertraf.
Diese Entwicklung hatte sich bereits gegen Ende des Vorjahres abgezeichnet, als der polnische Einzelhandel erstmals ins Minus geriet, aber auch die Wachstumsraten in Ungarn kontinuierlich absanken. Nachdem der polnische Einzelhandel schon im Februar dieses Jahres nur noch ein Plus von 0,1% zu verzeichnen hatte, wurde nun im März mit einem Rückgang von nicht weniger als 5,7% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs ein neuer Negativrekord erzielt.
Im Gegensatz dazu gelang es dem Einzelhandel in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, das Absatzvolumen weiterhin kräftig auszuweiten. Die absolut höchsten Steigerungsraten wurden dabei in Lettland erreicht, wo in den ersten Monaten dieses Jahres ein Zuwachs von mehr als 20% erzielt wurde. Auch in Lettland bewegt sich das Wachstum mit einem durchschnittlichen Plus von 13% noch im zweistelligen Bereich, während in Litauen seit Jahresbeginn eine leichte Abschwächung beobachtet wird: Nach 9,3% im Jänner und 8,2% im Februar betrug die Wachstumsrate im März nur noch 3,5%.
Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn man die Entwicklung des deflationierten, saisonbereinigten Einzelhandelsumsatzes in Europa im Verlauf der letzten fünf Jahre betrachtet: Ausgehend vom Basisjahr 2002 liegen auch hier mit Estland, Lettland und Litauen die drei baltischen Staaten voran. So ist das Absatzvolumen des Einzelhandels in Estland um mehr als 70% gewachsen, während Lettland ein Plus von 58% und Litauen von 41% zu verzeichnen hat.
Ausgezeichnete Werte können mit einer Zunahme des deflationierten Umsatzes von 33 bzw. 26% ebenso Ungarn und Slowenien verbuchen. Und knapp dahinter folgen bereits Großbritannien, Schweden und Dänemark, wo die Ausweitung des Absatzvolumens zwischen 25 und 22% beträgt. In der Eurozone können einzig Irland und Finnland auf ein Einzelhandelswachstum in beinahe gleicher Größenordung verweisen.
Auch bei der Analyse der Absatzvolumina der meisten Warenkategorien liegt der Einzelhandel in der Eurozone hinter den für die EU-25 ermittelten Werten zurück. Wurde etwa bei Nahrungsmitteln und Getränken im Februar 2005 in der Eurozone gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 1,1% erzielt, so stieg das Umsatzvolumen in der Gesamt-EU um 1,8%. Bei Haushaltswaren und Haushaltsgeräten, die in der Eurozone im Jänner 2005 noch ein Minus von 1,4 und im Februar ein Plus von 0,6% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs verzeichnet hatten, nahm der Umsatz in der EU-25 um jeweils 1,6 und 1,4% zu.
Sowohl im Jänner wie auch im Februar 2005 lagen in der Eurozone gegenüber dem Vorjahr die Umsätze bei Textilien, Bekleidung und Schuhen im Minus. Für die EU-25 wurden hingegen im gleichen Zeitraum Zuwachsraten von 0,6 und 1,7% gemeldet. Und während der Umsatz von Büchern und Zeitschriften in der Eurozone im Jänner und Februar stagnierte, wurden in der EU-25 Steigerungsraten von jeweils 1,2 und 0,5% registriert.

Europas Einzelhandel legt im 1. Quartal 2005 leicht zu -
auch Österreich im Plus
www.handelsverband.at, Mai 2005: Die leichte Belebung des Einzelhandels in der Eurozone hat sich auch im März dieses Jahres fortgesetzt. Nachdem das Absatzvolumen im Jänner gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres noch mit 0,6% im Minus lag und im Februar ein kleines Plus von 0,8% zu verzeichnen war, konnte nunmehr mit einem Zuwachs von 1,4% das bislang beste Ergebnis im 1. Quartal registriert werden.
Während der österreichische Einzelhandel mit einem Wachstum von 0,4% im Jänner und einem Plus von 0,8% im Februar geringfügig den von Eurostat ermittelten Durchschnittswert der Eurozone übertraf, zeichnet sich in Deutschland eine Trendwende ab. Mußte der deutsche Einzelhandel noch im 4. Quartal 2004 jeweils monatliche Rückgänge zwischen 2,0 und 2,7% in Kauf nehmen, so kam es im Februar 2005 erstmals zu einer Zunahme von 1,1%, der im März mit 0,6% wiederum eine, wenn auch kleine Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres folgte.
Freilich bleibt das Wachstum des Einzelhandels in der Eurozone damit abermals deutlich hinter der EU-15 zurück, wo das Absatzvolumen im März nach einem Plus von 0,7% im Jänner und von 1,8% im Februar auf 2,3% zulegte.
Grund dafür sind die ausgezeichneten Werte, die der Einzelhandel in den Nicht-Euroländern Schweden und Dänemark sowie in etwas geringerem Ausmaß in Großbritannien melden konnte. So erzielte etwa der schwedische Handel im März mit einem Zuwachs von nicht weniger als 8% ein weiteres Rekordergebnis, nachdem schon im Jänner 2005 die Umsätze gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum um 6,9 und im Februar um 4,3% gestiegen waren.
Noch günstiger verläuft die Entwicklung gegenwärtig in Dänemark, wo nach einem durchschnittlichen Wachstum von knapp mehr als 10% im 4. Quartal 2004 der Einzelhandel auch das 1. Quartal dieses Jahres mit einer Absatzsteigerung von mehr als 9% abschließen konnte. In Großbritannien hingegen sank das Wachstum im 1. Quartal 2005 zwar knapp unter 4%, erreicht damit jedoch einen Wert, der in der Euro-Zone lediglich von Irland übertroffen wurde.
Bemerkenswert ist, daß infolge des kräftigen Auftriebs des Einzelhandels in den Nicht Euro-Ländern Dänemark, Schweden und Großbritannien das Wachstum in der EU-15 erstmals jenes in der EU-25 - also inklusive der neuen Beitrittsländer - übertraf.
Diese Entwicklung hatte sich bereits gegen Ende des Vorjahres abgezeichnet, als der polnische Einzelhandel erstmals ins Minus geriet, aber auch die Wachstumsraten in Ungarn kontinuierlich absanken. Nachdem der polnische Einzelhandel schon im Februar dieses Jahres nur noch ein Plus von 0,1% zu verzeichnen hatte, wurde nun im März mit einem Rückgang von nicht weniger als 5,7% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs ein neuer Negativrekord erzielt.
Im Gegensatz dazu gelang es dem Einzelhandel in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, das Absatzvolumen weiterhin kräftig auszuweiten. Die absolut höchsten Steigerungsraten wurden dabei in Lettland erreicht, wo in den ersten Monaten dieses Jahres ein Zuwachs von mehr als 20% erzielt wurde. Auch in Lettland bewegt sich das Wachstum mit einem durchschnittlichen Plus von 13% noch im zweistelligen Bereich, während in Litauen seit Jahresbeginn eine leichte Abschwächung beobachtet wird: Nach 9,3% im Jänner und 8,2% im Februar betrug die Wachstumsrate im März nur noch 3,5%.
Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn man die Entwicklung des deflationierten, saisonbereinigten Einzelhandelsumsatzes in Europa im Verlauf der letzten fünf Jahre betrachtet: Ausgehend vom Basisjahr 2002 liegen auch hier mit Estland, Lettland und Litauen die drei baltischen Staaten voran. So ist das Absatzvolumen des Einzelhandels in Estland um mehr als 70% gewachsen, während Lettland ein Plus von 58% und Litauen von 41% zu verzeichnen hat.
Ausgezeichnete Werte können mit einer Zunahme des deflationierten Umsatzes von 33 bzw. 26% ebenso Ungarn und Slowenien verbuchen. Und knapp dahinter folgen bereits Großbritannien, Schweden und Dänemark, wo die Ausweitung des Absatzvolumens zwischen 25 und 22% beträgt. In der Eurozone können einzig Irland und Finnland auf ein Einzelhandelswachstum in beinahe gleicher Größenordung verweisen.
Auch bei der Analyse der Absatzvolumina der meisten Warenkategorien liegt der Einzelhandel in der Eurozone hinter den für die EU-25 ermittelten Werten zurück. Wurde etwa bei Nahrungsmitteln und Getränken im Februar 2005 in der Eurozone gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 1,1% erzielt, so stieg das Umsatzvolumen in der Gesamt-EU um 1,8%. Bei Haushaltswaren und Haushaltsgeräten, die in der Eurozone im Jänner 2005 noch ein Minus von 1,4 und im Februar ein Plus von 0,6% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs verzeichnet hatten, nahm der Umsatz in der EU-25 um jeweils 1,6 und 1,4% zu.
Sowohl im Jänner wie auch im Februar 2005 lagen in der Eurozone gegenüber dem Vorjahr die Umsätze bei Textilien, Bekleidung und Schuhen im Minus. Für die EU-25 wurden hingegen im gleichen Zeitraum Zuwachsraten von 0,6 und 1,7% gemeldet. Und während der Umsatz von Büchern und Zeitschriften in der Eurozone im Jänner und Februar stagnierte, wurden in der EU-25 Steigerungsraten von jeweils 1,2 und 0,5% registriert.




