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News 2005
Eine halbe Million Beschäftigte im österreichischen Handel - Absatzvolumen nimmt im 1. Quartal real und nominell leicht zu
www.handelsverband.at, Juli 2005: Mit einer positiven Beschäftigungsbilanz kann der österreichische Handel im 1. Quartal 2005 aufwarten: Insgesamt nahm die Zahl der unselbständig Beschäftigten in den heimischen Handelsbetrieben im Zeitraum von Jänner bis März dieses Jahres um 0,8% zu, was einem Plus von rund 4.000 Arbeitskräften entspricht.
Einzelhandel wiederum mit höchster Beschäftigtenzahl
Die drei großen Sparten des Handels - der Einzelhandel, der Großhandel sowie der Kfz-Handel - beschäftigten damit Ende März knapp mehr als 497.000 Mitarbeiter und bleiben nach dem Gewerbe und vor der Industrie, dem Tourismus und dem Transport auch weiterhin zweitgrößter Arbeitgeber der österreichischen Wirtschaft. Innerhalb des Sektors Handel selbst weist traditionsgemäß der Einzelhandel die höchste Beschäftigungszahl auf: Während die Einzelhandelsbetriebe mehr als 238.000 Mitarbeiter beschäftigen, sind im Großhandel 186.000 und im Kfz-Handel 73.000 tätig.
Die wirtschaftliche Bilanz des 1. Quartals 2005 fiel in den drei Handelssparten recht uneinheitlich aus. So gelang es einzig dem Einzelhandel, in den drei Monaten seit Jahresbeginn ein reales Umsatzplus zu erwirtschaften, das jedoch mit einem Zuwachs von 1,1% bescheiden ausfiel und hinter den Erwartungen zurückblieb.
Einen realen Umsatzrückgang mußte hingegen der Kraftfahrzeughandel in Kauf nehmen: Mit den rückläufigen Zulassungszahlen (-2,2% im Zeitraum von Jänner bis März) sank gleichzeitig das Absatzvolumen deutlich um 3,%. Knapp ins Minus geriet im 1. Quartal auch der Großhandel, wobei der Rückgang von 0,1% gegenüber dem Vorjahr jedoch geringer ausfiel und vor allem durch den rückläufigen Absatz im Maschinenhandel bewirkt wurde.
Erfreulich entwickelte sich im 1. Quartal 2005 der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren. Er brachte es laut der von Statistik Austria veröffentlichten Daten auf eine reale Zunahme von 1,9% , die zu einem guten Teil dem positiv verlaufenen Ostergeschäft zugeschrieben werden kann.
Über der durchschnittlichen Wachstumsrate von 1,1% blieben mit einem Plus von 1,3% ebenso die Super- und Verbrauchermärkte, während es bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren gegenüber dem Vorjahr zu einem leichten Rückgang von 0,5% kam. Im gleichen Ausmaß sank das Umsatzvolumen bei der Warenhauptgruppe Hausrat und Haushaltsführung, bei der jedoch die teils erheblichen Preissenkungen bei Elektronik sowie Haushaltsgeräten zu Buche schlugen. Über ein kräftiges Umsatzplus konnte sich hingegen der Buch- und Zeitschriftenhandel freuen: Er verzeichnete einen beachtlichen realen Zuwachs von 4,8%.
Stabile Preise im heimischen Handel wirken inflationsmindernd
Wie sehr der österreichische Einzelhandel zur Preisstabilität und damit zur Abschwächung der derzeitigen Inflation beiträgt, zeigt der Vergleich mit der Umsatzentwicklung zu laufenden Preisen: In den ersten drei Monaten erhöhte sich das Absatzvolumen gegenüber dem Vorjahr jeweils um 0,4, 0,8 und 5%, was einer durchschnittlichen Steigerungsrate um 2% entspricht. Das nominelle Umsatzwachstum lag im 1. Quartal 2005 damit lediglich um 0,9% über dem Wachstum zu realen Preisen.
Auch die für die Monate April und Mai 2005 vorliegenden Daten deuten darauf hin, daß die Preisentwicklung im Einzelhandel weiterhin von hoher Stabilität gekennzeichnet bleibt. So belief sich die Inflationsrate im April zwar auf 2,6 und im Mai auf 2,3%, doch rund die Hälfte davon entfiel allein auf die Verteuerung bei Wohnen, Wasser und Energie, während es etwa bei Bekleidung und Schuhen zu einer Preissenkung von 0,2% kam.
Einzelhandel in der EU-25 erstmals im Minus
Noch kein klares Bild zeichnet sich bei der weiteren Entwicklung des Einzelhandels in der Europäischen Gemeinschaft ab. So fiel im April 2005 erstmals sowohl das Absatzvolumen in der Eurozone ebenso wie in der EU-25 gegenüber den Vorjahreswerten leicht zurück. Doch das gesamteuropäische Minus von 0,3% könnte auch dem frühen Ostergeschäft zuzuschreiben sein, das diesmal schon im März verbucht wurde.
Freilich zeigte sich der Einzelhandel vor allem in den nicht der Eurozone angehörenden Ländern davon kaum betroffen und erreichte in Dänemark mit einem Plus von nicht weniger als 9,6% gegenüber dem Vormonat einen Rekordwert. Beachtliche Wachstumsraten zwischen 7 und 4% erzielte der Einzelhandel ebenso in der Slowakei, in Litauen, Slowenien und Schweden.
Wie schon im Vormonat hat der polnische Einzelhandel auch im April die schlechtesten Werte in der EU-25 aufzuweisen. Nach einem Minus von 8,3% reduzierte sich das Absatzvolumen nun nochmals um nicht weniger als 9,4%. Nicht so kraß verläuft hingegen die Entwicklung in Portugal, wo der Einzelhandelsumsatz im April zwar um 5,3% zurückfiel, jedoch im März noch ein ebenso großes Plus in dieser Höhe verzeichnen konnte, das unzweifelhaft dem Ostertourismus zugeschrieben werden kann.
Insgesamt fiel die Monatsbilanz für die Länder der Eurozone jedoch abermals am ungünstigsten aus: Verzeichnete der Einzelhandel in der EU-15 im April 2005 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs einen leichten Rückgang von 0,1%, so sank das Absatzvolumen in den Euroländern um 0,9%.



Eine halbe Million Beschäftigte im österreichischen Handel - Absatzvolumen nimmt im 1. Quartal real und nominell leicht zu
www.handelsverband.at, Juli 2005: Mit einer positiven Beschäftigungsbilanz kann der österreichische Handel im 1. Quartal 2005 aufwarten: Insgesamt nahm die Zahl der unselbständig Beschäftigten in den heimischen Handelsbetrieben im Zeitraum von Jänner bis März dieses Jahres um 0,8% zu, was einem Plus von rund 4.000 Arbeitskräften entspricht.
Einzelhandel wiederum mit höchster Beschäftigtenzahl
Die drei großen Sparten des Handels - der Einzelhandel, der Großhandel sowie der Kfz-Handel - beschäftigten damit Ende März knapp mehr als 497.000 Mitarbeiter und bleiben nach dem Gewerbe und vor der Industrie, dem Tourismus und dem Transport auch weiterhin zweitgrößter Arbeitgeber der österreichischen Wirtschaft. Innerhalb des Sektors Handel selbst weist traditionsgemäß der Einzelhandel die höchste Beschäftigungszahl auf: Während die Einzelhandelsbetriebe mehr als 238.000 Mitarbeiter beschäftigen, sind im Großhandel 186.000 und im Kfz-Handel 73.000 tätig.
Die wirtschaftliche Bilanz des 1. Quartals 2005 fiel in den drei Handelssparten recht uneinheitlich aus. So gelang es einzig dem Einzelhandel, in den drei Monaten seit Jahresbeginn ein reales Umsatzplus zu erwirtschaften, das jedoch mit einem Zuwachs von 1,1% bescheiden ausfiel und hinter den Erwartungen zurückblieb.
Einen realen Umsatzrückgang mußte hingegen der Kraftfahrzeughandel in Kauf nehmen: Mit den rückläufigen Zulassungszahlen (-2,2% im Zeitraum von Jänner bis März) sank gleichzeitig das Absatzvolumen deutlich um 3,%. Knapp ins Minus geriet im 1. Quartal auch der Großhandel, wobei der Rückgang von 0,1% gegenüber dem Vorjahr jedoch geringer ausfiel und vor allem durch den rückläufigen Absatz im Maschinenhandel bewirkt wurde.
Erfreulich entwickelte sich im 1. Quartal 2005 der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren. Er brachte es laut der von Statistik Austria veröffentlichten Daten auf eine reale Zunahme von 1,9% , die zu einem guten Teil dem positiv verlaufenen Ostergeschäft zugeschrieben werden kann.
Über der durchschnittlichen Wachstumsrate von 1,1% blieben mit einem Plus von 1,3% ebenso die Super- und Verbrauchermärkte, während es bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren gegenüber dem Vorjahr zu einem leichten Rückgang von 0,5% kam. Im gleichen Ausmaß sank das Umsatzvolumen bei der Warenhauptgruppe Hausrat und Haushaltsführung, bei der jedoch die teils erheblichen Preissenkungen bei Elektronik sowie Haushaltsgeräten zu Buche schlugen. Über ein kräftiges Umsatzplus konnte sich hingegen der Buch- und Zeitschriftenhandel freuen: Er verzeichnete einen beachtlichen realen Zuwachs von 4,8%.
Stabile Preise im heimischen Handel wirken inflationsmindernd
Wie sehr der österreichische Einzelhandel zur Preisstabilität und damit zur Abschwächung der derzeitigen Inflation beiträgt, zeigt der Vergleich mit der Umsatzentwicklung zu laufenden Preisen: In den ersten drei Monaten erhöhte sich das Absatzvolumen gegenüber dem Vorjahr jeweils um 0,4, 0,8 und 5%, was einer durchschnittlichen Steigerungsrate um 2% entspricht. Das nominelle Umsatzwachstum lag im 1. Quartal 2005 damit lediglich um 0,9% über dem Wachstum zu realen Preisen.
Auch die für die Monate April und Mai 2005 vorliegenden Daten deuten darauf hin, daß die Preisentwicklung im Einzelhandel weiterhin von hoher Stabilität gekennzeichnet bleibt. So belief sich die Inflationsrate im April zwar auf 2,6 und im Mai auf 2,3%, doch rund die Hälfte davon entfiel allein auf die Verteuerung bei Wohnen, Wasser und Energie, während es etwa bei Bekleidung und Schuhen zu einer Preissenkung von 0,2% kam.
Einzelhandel in der EU-25 erstmals im Minus
Noch kein klares Bild zeichnet sich bei der weiteren Entwicklung des Einzelhandels in der Europäischen Gemeinschaft ab. So fiel im April 2005 erstmals sowohl das Absatzvolumen in der Eurozone ebenso wie in der EU-25 gegenüber den Vorjahreswerten leicht zurück. Doch das gesamteuropäische Minus von 0,3% könnte auch dem frühen Ostergeschäft zuzuschreiben sein, das diesmal schon im März verbucht wurde.
Freilich zeigte sich der Einzelhandel vor allem in den nicht der Eurozone angehörenden Ländern davon kaum betroffen und erreichte in Dänemark mit einem Plus von nicht weniger als 9,6% gegenüber dem Vormonat einen Rekordwert. Beachtliche Wachstumsraten zwischen 7 und 4% erzielte der Einzelhandel ebenso in der Slowakei, in Litauen, Slowenien und Schweden.
Wie schon im Vormonat hat der polnische Einzelhandel auch im April die schlechtesten Werte in der EU-25 aufzuweisen. Nach einem Minus von 8,3% reduzierte sich das Absatzvolumen nun nochmals um nicht weniger als 9,4%. Nicht so kraß verläuft hingegen die Entwicklung in Portugal, wo der Einzelhandelsumsatz im April zwar um 5,3% zurückfiel, jedoch im März noch ein ebenso großes Plus in dieser Höhe verzeichnen konnte, das unzweifelhaft dem Ostertourismus zugeschrieben werden kann.
Insgesamt fiel die Monatsbilanz für die Länder der Eurozone jedoch abermals am ungünstigsten aus: Verzeichnete der Einzelhandel in der EU-15 im April 2005 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs einen leichten Rückgang von 0,1%, so sank das Absatzvolumen in den Euroländern um 0,9%.






