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Österreichs Versandhandel blickt optimistisch in die Zukunft

Im 1. Halbjahr 2006 rechnen die heimischen Versandhandelsunternehmen mit einem Umsatzplus von 2,5 %. Das Internet als Vertriebskanal gewinnt weiter an Bedeutung.

2,5 % Umsatzplus für das 1. Halbjahr 2006 erwartet

Die Spitzenvertreter der heimischen Versandhandelsunternehmen blicken optimistisch in die Zukunft: Für das erste Halbjahr 2006 wird mit einem Umsatzplus in der Höhe von 2,5 % gerechnet. Nach zwei Jahren, in denen man mit Umsatzrückgängen zu kämpfen hatte (2004: -2,4 %, 2005: -2,3 %), rechnet der heimische Versandhandel mit einer Trendwende. Dies geht aus einer kürzlich von der KMU Forschung Austria im Auftrag des Handelsverbandes erstellten Studie über die Konjunkturentwicklung im heimischen Versandhandel hervor.

Es wird bedarfsorientiert und gezielt bestellt

Ein Blick in die Studie zeigt, dass Österreichs Versandhandelskunden immer flexibler werden und in kleineren Mengen ordern: Es wird zunehmend bedarfsorientiert bestellt oder es werden gezielt die in den Katalogen bzw. im Internet präsentierten Angebote ausgewählt. Denn der Umsatz pro Bestellung wird auch 2006 weiter sinken. Verzeichnete man 2004 einen Rückgang des durchschnittlichen Bestellwertes von 2,2 %, so sank 2005 bei einem Umsatzrückgang von 2,3 % die Zahl der Bestellungen um "nur" 0,4 % (durchschnittlicher Bestellwert -1,1 %). Im 1. Halbjahr 2006 wird das prognostizierte Umsatzwachstum von 2,5 % mit einer Steigerung der Zahl der Bestellungen von 3,1 % einhergehen.

Das Internet gewinnt weiter an Bedeutung

Die Flexibilität der heimischen Konsumenten zeigt sich aber auch an einer anderen wichtigen Aussage: Immer öfter wird das Internet als komfortables und rasches Medium für die Bestellung genutzt: Lag der Anteil des Internet 2004 noch bei 13,4 %, so kamen 2005 bereits 16,7 % aller Bestellungen auf diesem Weg in die heimischen Versandhandelsunternehmen.

Die Internet-Bestellungen gehen dabei hauptsächlich zu Lasten der Bestellungen auf dem Postweg bzw. der Faxübermittlung: Der Anteil der Bestellungen per Post reduzierte sich von 26,5 % im Jahr 2004 auf 24,5 % im Jahr 2005. Per Fax wurden 2004 noch 4,7 % aller Bestellungen weitergeleitet, 2005 waren es nur mehr 3 %. Unbestritten beliebteste Möglichkeit im Versandhandel zu bestellen ist und bleibt jedoch das Telefon, dessen Anteil konstant bei rund 55 % liegt.

Immer mehr Österreicher nutzen Internet-Shopping

Die steigende Beliebtheit des Internet bei Österreichs Konsumenten läßt sich auch aus anderen Studien ablesen: Wie aus den aktuellen Erhebungen des Austrian Internet Monitor hervorgeht, haben mittlerweile 66 % aller Österreicher über 14 Jahre (4,4 Millionen Menschen) grundsätzlich die Möglichkeit, auf das Internet zuzugreifen. Rund 60 % benutzen diesen Internet-Zugang zumindest gelegentlich. Und immerhin 50 % - und das sind 3,35 Millionen - zählen zu sogenannten "Intensivnutzern".

Diese Gruppe verwendet das Internet zunehmend auch für das Internet-Shopping: Mittlerweile geben 2,4 Millionen Österreicher an, bereits im Internet Waren und Dienstleistungen gekauft bzw. bestellt zu haben. Dies bedeutet eine Verdoppelung innerhalb von drei Jahren (2002: 1,2 Millionen).


Rückfragehinweis:
Handelsverband
Dr. Stefan Mumelter
Alser Straße 45
1080 Wien

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+43/664/2049242