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News 2010  | News 2009  | News 2008  | News 2007  | News 2006  | News 2005  Pressedienst des Handelsverbandes (PDHV013) 05.02.2009

Weihnachtsgeschäft 2008 bricht alle Rekorde

Der private Konsum steigt, Mumelter warnt dennoch vor zu viel Optimismus.

Wien - Marktforscher und Analysten haben es vorausgesagt: Der private Konsum steigt - trotz oder besser gesagt, wegen der Finanzkrise. Der allgemeine Spartrend bewirkt offenbar bei den Konsumenten einen Rückzug in die eigenen vier Wände - wenn schon kein neues Auto und kein teurer Urlaub "drin" sind, will man es sich zumindest zu Hause gemütlich machen. Eine Bestätigung dieses medial oft zitierten Trends zum "Cocooning" liefert nun die endgültige Auswertung des Weihnachtsgeschäfts, das die KMU Forschung Austria in dieser Woche veröffentlichte.

Weihnachtsgeschäft so stark wie noch nie.
Das Weihnachtsgeschäft 2008 lag - bei einem Verkaufstag mehr im Dezember als im Vorjahr - nominell um drei Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die ÖsterreicherInnen nutzten die letzten Dezembertage noch, um vor dem Fest Weihnachtsgeschenke zu besorgen bzw. nach Weihnachten, um Gutscheine einzulösen und mit Geldgeschenken die gewünschten Produkte zu kaufen. Insgesamt wurden im Weihnachtsgeschäft 2008 im Einzelhandel mit rund 1,47 Milliarden Euro soviel wie noch nie zuvor umgesetzt. "Die Dynamik in den letzten Einkaufstagen 2008 zeigt deutlich, dass die KonsumentInnen trotz schwieriger Umfeldbedingungen den Beschenkten und sich selbst noch eine Freude machen wollten", so die Analysten der KMU Forschung Austria.

Stefan Mumelter: "Betriebe müssen investieren!"
Für den Einzelhandel übte das starke Weihnachtsgeschäft stabilisierende Wirkung auf den Gesamtjahresumsatz aus, der besser als erwartet ausfiel: Im Gesamtjahr 2008 konnten die Einzelhändler ein nominelles Wachstum von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielen. Absolut betrug der Einzelhandelsumsatz im vergangenen Jahr somit rund 47,4 Milliarden Euro. Berechnet man die Inflationsrate von 3,2 Prozent mit ein, wird aus dem Plus jedoch ein Umsatzrückgang von 1,1 Prozent. Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, haben die Händler daher nicht, warnt Stefan Mumelter, Geschäftsführer des Handelsverbandes. "Der private Konsum ist da, aber jetzt müssen die Betriebe wieder in die Zukunft investieren, sonst wird die Krise verlängert." Die allgemeine Unsicherheit der Wirtschaftstreibenden und die Zurückhaltung der Banken dauere nun schon zu lange, fügt Mumelter hinzu.

Branchensieger Schuhhandel.
Zwar konnten die meisten Branchen im Weihnachtsgeschäft zulegen, im Detail jedoch unterschiedlich stark: Branchensieger ist der Schuhhandel, gefolgt vom Sportartikelhandel. Mit Ausnahme des Elektro-, Leder- und Möbelhandels konnten alle Branchen das Umsatzniveau des Weihnachtsgeschäfts 2007 übertreffen. Im Elektro- und Fotohandel ist dies auf den Preisverfall verschiedener Produktgruppen zurückzuführen. Die höchsten realen Umsatzrückgänge musste der Papier- und Buchhandel hinnehmen.

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