eCOMMERCE DAY "The Gamechanger"

Am 12. Juni findet im Studio 44 der eCOMMERCE DAY unter dem Motto "The Gamechanger" statt.  

Das Ganztagsevent eCommerce Day #thegamechanger ist der Treffpunkt der eCommerce Branche und beschäftigt sich mit den aktuellen Trends und Herausforderungen im Onlinehandel. Ein Schwerpunkt des Events sind 2019 die Cross Border Strategien im eCommerce. Wir blicken über den Tellerrand und zeigen die neuesten Entwicklungen in den CEE Ländern. 

Im Rahmen der Veranstaltung werden die Austrian Trustmark Awards verliehen. 

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Nachbericht eCommerce Day 2018

Gemeinsam Berge versetzen

Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will eröffnete den eCommerce Day 2018 und ließ die vergangenen 18 Jahre seit der ersten Ausgabe des Branchenevents Revue passieren. Viel ist seither passiert: Facebook und Google haben den weltweiten Werbemarkt erobert, Amazon hat mit seinem Marktplatz den eCommerce revolutioniert und das Smartphone wurde zur treibenden Kraft im Online-Shopping mit beeindruckenden Wachstumsraten. "Auch der Handelsverband will weiterhin wachsen, um den heimischen Handel bestmöglich zu unterstützen. Bitte unterstützen Sie uns ebenfalls – mit Knowhow aus der Praxis, mit Gesprächen, mit Ihren Anliegen. Gemeinsam können wir Berge versetzen", so Will.

Die Kunst digitaler Verführung

"Nichts ist leichter lenkbar als Aufmerksamkeit" – so das Credo von Karl Kratz. Der
Online Marketing Guru aus Berlin lieferte in seiner Keynote völlig neue Denkimpulse und verblüffte das Publikum mit seiner Architektur der Realität. "Es ist Ihre Aufgabe, die Aufmerksamkeit kaufwilliger Menschen so zu lenken, dass in ihrer Wahrnehmung die von Ihnen gewünschte Realität entsteht", so Kratz. Drei Methoden seien dafür entscheidend: Erstens die Leitung von Aufmerksamkeit, um Realität gezielt zu erzeugen, zweitens die Erhöhung der Resonanz, und drittens die Nutzung von Symbolik.

Jeden Tag hinterfragen: Innovate or Die

Nur die Mutigsten haben im eCommerce noch eine Chance, davon ist Alexander Graf überzeugt. Der Gründer des deutschen Technologieanbieters Spryker Systems gilt als Impulsgeber für den digitalen Umbruch von Geschäfts- und Handelsmodellen. Seine Botschaft: "Es reicht im Handel nicht mehr aus, das eigene Geschäftsmodell weiterzuentwickeln. Lineare Strategien allein genügen nicht, denn in der digitalen Ökonomie ist überhaupt nicht planbar, was morgen noch funktioniert." Angesichts des massiven Wachstums von Amazon – der US-Handelsriese wächst pro Tag um 150 Mio. Dollar Umsatz – eine Herausforderung. Entscheidend seien heute Kundenfokus, Agilität und vor allem Schnelligkeit: "Geschwindigkeit ist online alles!"

Cross Border Commerce als Herausforderung und Chance

Die erste Studienpräsentation des Tages war Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung bei UNITO und Leiter der Handelsverband-Plattform Versandhandel & eCommerce, vorbehalten. Der Handelsverband-Vizepräsident stellte die brandneue E-Commerce Studie Österreich 2018 erstmals der Öffentlichkeit vor und lieferte spannende Zahlen: +6% Wachstum für den heimischen E-Commerce Markt, +20% im Mobile Shopping. Erstmals wurde auch Voice Commerce analysiert: Immerhin 3% der heimischen Haushalte haben bereits Amazon Alexa oder Google Assistant im Wohnzimmer.

Im anschließenden Fireside Chat mit George Godula zum Cross Border Handel sprach Gutschi über die Paketlawine aus Asien und die Tricks der chinesischen Händler, um europäische Zoll- und Mehrwertssteuer-Vorgaben zu umgehen. "Internationaler Handel ist gut und wichtig. Nicht in Ordnung ist, dass nur der österreichische Handel Zoll und Mehrwertsteuer abführt. Mehr als 7 Millionen unversteuerte Pakete aus China sind keine Kleinigkeit", so Gutschi.

Godula, Gründer und Geschäftsführer des Handelsverband-Partners Web2Asia, lebt seit 2006 in Shanghai und kennt den chinesischen Markt wie seine Westentasche. Im Gepäck hatte er wie immer beeindruckende Zahlen aus China: 1,4 Mrd. Menschen, davon 700 Mio. mit Online-Zugang – ein gigantischer eCommerce-Markt. Allein Marktführer Alibaba hat mittlerweile pro Monat mehr als 540 Mio. aktive Online-Shopper. Sein Rat an die anwesenden Händler: "Wir Österreicher müssen ein viel größeres Selbstbewusstsein in die hohe Qualität unserer Produkte haben. Vieles davon ist prädestiniert für den chinesischen Markt. Immerhin ist China heute der weltweit größte Markt für Luxusgüter."

EU Update: Gut gedacht, gut gemacht

Frederik Palm, Präsident der European eCommerce & Omni-Channel Trade Association (EMOTA) und damit bestens vernetzt in Brüssel, gab in seinem Vortrag einen Einblick in die aktuellen Projekte und Herausforderungen auf europäischer Ebene. Er referierte u.a. über den Brexit, das EU-Freihandelsabkommen mit Japan (JEFTA) und den digitalen EU-Binnenmarkt, der 27 nationale Märkte zum größten einheitlichen Binnenmarkt der Welt machen soll. "Gut gedacht, gut gemacht - das sollte unser Motto sein. Irgendwann wird aber auch der weltweite eCommerce-Markt mit annähernd gleichen Regeln unser Ziel sein", so der Retail-Experte.

Expedition Kunde: Der Customer Journey auf der Spur

Wie die Reise des Kunden in Zeiten von Omnichannel abläuft, war Thema des nächsten Programmpunkts. Die Ergebnisse der vom Handelsverband gemeinsam mit Google und der österreichischen Post beauftragten, groß angelegten Customer Journey Studie "Expedition Kunde" präsentierten Rainer Will und Matthias Zacek, Industry Head bei Google Austria. Zacek verwies u.a. auf die zentrale Bedeutung des Internets als digitaler Showroom für den stationären Handel. Interessant ist auch der Erfolgsfaktor Paketzustellung bei Online-Bestellungen: "Die Zufriedenheit mit der Zustellung hängt eng mit der Wiederkaufsabsicht zusammen", bestätigte Will. Diese Erkenntnis erfreute naturgemäß auch Thomas Auböck, Leitung Marketing & Vertrieb Brief, Werbepost & Filialen, und Stefan Heiglauer, Leitung Paketlogistik bei der österreichischen Post. Die beiden Spitzenmanager zeigten sich hocherfreut darüber, dass die Post unter den KEP-Dienstleistern an erster Stelle landete, was den präferierten Lieferdienst betrifft.

Auch der Omnichannel Readiness Indes ORI – der erste Omnichannel Benchmark und Leitfaden für den österreichischen Handel – wurde vorgestellt. "Wir verstehen Omnichannel als Chance, den Konsumenten zu gewinnen und zu binden, online wie stationär. Mit dem ORI-Index wollten wir dem österreichischen Handel ein Tool zur Ergreifung dieser Chance an die Hand geben", so Zacek. In Kürze werde der ORI auch als Self Check Lösung für alle Handelsunternehmen verfügbar sein, um die Kluft zwischen Kundenwunsch und Händlerwirklichkeit zu schließen, versprach Will.

Trustmark Austria Awards: and the winner is…

Einen weiteren Programmhöhepunkt bildete die traditionelle Verleihung der Trustmark Austria Awards. Harald Gutschi und Roland Deutsch, Verkaufsleiter für Österreich des langjährigen Sponsors Santander Consumer Bank, überreichten die begehrte Auszeichnung in drei Kategorien. Als bester Online Shop setzte sich die eCommerce Plattform www.aboutyou.at durch, www.deichmann.com wurde als beste Mobile Solution ausgezeichnet und in der Kategorie beste Omnichannel Experience triumphierte www.hornbach.at. Details zur Verleihung finden Sie HIER.

Die Ära der Disruption

Kai Herzberger, Leiter eComm & Retail Fashion bei Facebook, identifizierte in seiner Keynote drei Megatrends im Retail-Bereich: erstens eine massive Veränderung des traditionellen Store-Modells, zweitens die Mobile Disruption durch den Smartphone-Boom und drittens den Siegeszug von Video-Formaten. "Was ist für Sie schlimmer? Den Ehering zu verlieren, oder das Smartphone?" stellte Herzberger das Publikum vor eine schwierige Entscheidung. Fazit: Wir leben in einer Ära der Disruption – und das Smartphone ist die Basis.

Trump? Ein Schluckauf in der Geschichte!

Nach der wohlverdienten Mittagspause folgte der Höhepunkt des eCommerce Day 2018: die Keynote von Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. Und das Publikum sollte nicht enttäuscht werden. Die Ministerin überzeugte mit einer inspirierenden Rede über die Chancen der Digitalisierung für den Wirtschaftsstandort Österreich. Auch die neue eCommerce-Lehre wurde thematisiert: "Aus meiner Sicht muss jeder Lehrberuf einen digitalen Anteil haben, weil sich auch die Berufe durch die Digitalisierung verändert haben. Wir brauchen aber nicht nur neue Lehrberufe, wir brauchen vor allem coole Lehrberufe", so die Ministerin. In den nächsten sechs Monaten der österreichischen EU-Präsidentschaft werde sie das Thema Handel ganz oben auf der Agenda haben, versprach Schramböck. Angesprochen auf die jüngst von den USA eingeführten Strafzölle meinte die Ministerin: "Strafzölle haben noch nie jemandem etwas gebracht, das hat die Geschichte immer wieder gezeigt. Hier muss Europa gemeinsam handeln, wir dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen. Auch ein Donald Trump wird bloß als Schluckauf in die Geschichte des Handels eingehen."

Ok Google…

Die gebürtige US-Amerikanerin Tilke Judd, Product Manager bei Google Switzerland, sprach in ihrem Vortrag über aktuelle Entwicklungen rund um Conversational Commerce und dem von ihr mitentwickelten Google Assistant. Spannend: Erst am 19. Juni wurde der Verkauf des Google Assistant Speakers auch in Österreich offiziell gestartet. Die Livedemo mit dem smarten Sprachassistenten zeigte jedenfalls eindrucksvoll: Die Voice Commerce Revolution steht vor der Tür. Das Ziel: "Help you get things done faster."

Amazon Business: eine Erfolgsgeschichte

Florian Böhme, Direktor Amazon Business DACH, fokussierte in seinem Vortrag auf die Digitalisierung von B2B Einkaufsprozessen und die Vorteile von Amazon Business für heimische Unternehmen. "Große Auswahl, Verfügbarkeit, niedrige Preise, bequemes Einkaufserlebnis – das versteht Amazon unter Kundenzentriertheit", so Böhme. Der Erfolg scheint ihm Recht zu geben: Amazon Business hat in Deutschland allein im ersten Jahr nach dem Marktstart 150.000 Firmen angeschlossen. Aktuell verfügt der eCommerce-Gigant über 240.000 Business Kunden in Europa und ein Sortiment von 250 Mio. gelisteten Produkten.

Sicherheit oder Bequemlichkeit, das ist hier die Frage

Unter dem Motto "Performance Boost durch innovative Zahlungsmethoden & künstliche Intelligenz" diskutierten Robert Albrecht, Head of New Business bei Paysafecash, Julian Craemer, CEO & Co-Founder von uptain, Gerald Sebastian Eder, Key Account & Business Development Manager bei CRIF, Eustachius Kreimer, Director IT, Webshop Dev and Customer Service von Blue Tomato, und Klaus Oberlehner, Managing Partner von ecx.io in der zweiten Panel Discussion über verschiedene Ansätze und Möglichkeiten, Kaufabbrüche im E-Commerce durch kundenfreundliche Bezahlprozesse zu reduzieren. Der Tenor: Je mehr Zahlungsmethoden ein Webshop anbietet, desto niedriger ist die Absprungrate. Das Problem: Jede Integration einer neuen Bezahloption in bestehende eCommere-Systeme ist mit hohem Aufwand und Zusatzkosten verbunden. Oberstes Gebot ist daher, bereits im Vorfeld entsprechende Kosten-Nutzen-Berechnungen durchzuführen. Für Diskussionsstoff sorgte insbesondere das Thema 3D Secure. Diese Technologie soll die Sicherheit beim Kauf mit Kreditkarte erhöhen, sorgt aber durch zusätzliche Kontrollstufen für höhere Absprungraten. Die zentrale Frage lautet daher: Wie kann dem Kunden ein Gefühl von Sicherheit gegeben werden, ohne den Checkout extrem umständlich zu gestalten?

Karriere mit der eCommerce-Lehre?

Ab Spätsommer 2018 können Jugendliche erstmals den neuen Lehrberuf E-Commerce-Kaufmann/-frau starten. Richard Kernbeis, Geschäftsführer der MS E-Commerce GmbH, erzählte in seiner Keynote nicht nur von den Omnichannel-Strategien der Media Markt Saturn Unternehmensgruppe in Österreich, sondern auch von seinen Plänen rund um die Lehre. So plant der europäische Marktführer im Bereich Consumer Electronics bereits für 2018, zwei Lehrlinge im neuen Lehrberuf auszubilden. "Es ist großartig, dass die Ausbildung jetzt auf die Herausforderungen des wachsenden Online-Handels und der digitalen Welt angepasst wurde. Unsere eCommerce-Lehrlinge sind auch die Schnittstelle zu allen Mitarbeitern in unseren Märkten. Daher werden sie im Zuge der Ausbildung auch mehrere Wochen auf der Fläche arbeiten", so Kernbeis.

Der letzte menschliche Retailer

Den krönenden Abschluss des eCommerce Day 2018 bildete Mario Herger, CEO des Beratungsunternehmens Enterprise Garage. Herger, der selbst seit 2001 im Silicon Valley lebt, gab einen spannenden Einblick in seine Forschungsaktivitäten rund um Technologietrends mit Retail-Relevanz. Der Bogen spannte sich von smarten Robotern und Cyborgs über selbstfahrende Mini-Supermärkte bis zu den ungeahnten Möglichkeiten der Artificial Intelligence. Herger, seines Zeichens Innovationsstratege und Autor des Ratgebers Silicon Valley Mindset kennt die digitale Zukunft des Handels so gut wie kaum jemand. Seine überraschende Vorhersage: "Brick & Mortar wird wieder wichtig!"

Austrian Trustmark Awards

Der Handelsverband verleiht einmal jährlich die Austrian Trustmark Awards für ausgezeichnete Leistungen hinsichtlich Konsumentenfreundlichkeit. Der Award wird im Zuge der Veranstaltung am 12. Juni 2019 verliehen.

Vergeben wird der Award in den Kategorien:

  • Best Online Shop
  • Best Mobile Shop
  • Best Omnichannel Experience

Der Award geht an diejenigen Trustmark-Träger, die ein Extra an Professionalität, Qualität, Transparenz und Sicherheit anbieten.

ACHTUNG: Deadline zur Einreichung ist der 17. Mai 2019!

Alle weiteren Infos zum Award und den Einreichbedingungen finden Sie hier!

Anfahrt

Studio 44 der Österreichischen Lotterien

Rennweg 44
A -1038 Wien
 

Vom Hauptbahnhof Wien mit der Schnellbahn (S1, S2, S3, S5, S9, S15) bis Rennweg und der Straßenbahnlinie 71 bis Kleistgasse/Rudolfstiftung.

Vom Bahnhof Wien Mitte
mit der Schnellbahn (S1, S2, S3, S7, S15) bis Rennweg und der Straßenbahnlinie 71 bis Kleistgasse/Rudolfstiftung.

Von der Stadtautobahn A23
A23/Ausfahrt Gürtel über Landstraßer Gürtel, Adolf-Blamauer-Gasse zur Kleistgasse/Rennweg.

Vom Flughafen Wien Schwechat
mit der Schnellbahn (S7) bis Station Rennweg; täglich zwei mal pro Stunde, Fahrzeit 22 Minuten.

Radfahrer willkommen!
Radständer für 18 Fahrräder gleich um die Ecke (ca. 30m vom Studio 44 Eingang)

Oder mit CAT (City Airport Train - mit direktem Check-in in Wien Mitte) bis Station Wien Mitte, umsteigen in Schnellbahn (S1, S2, S3, S5, S7, S15) eine Station bis Rennweg. Der CAT fährt täglich zwei mal pro Stunde, Fahrzeit inklusive Umsteigen auf Schnellbahn: 24 Minuten.

 

Anfahrtsplan

Kooperationsmöglichkeiten & Sponsoring

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Alle Informationen dazu finden Sie hier!

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Kontakt

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Mag. Nina Putz
Event Managerin & Innovation Scout
nina.putz@handelsverband.at
+43 (1)  406 22 36-74