Einigung bei KV-Verhandlungen: 8,39%-Abschluss „keine gmahde Wiesn“ für Händler & Angestellte in 2024

Arbeitsplatzerhalt muss gemeinsam verdient werden. Tarifanpassung im Handel auf absoluter Oberkante. HV dankt Arbeitgebervertretern für Einsatz.

Wien, 27.12.2024 - In der siebenten Verhandlungsrunde konnten sich Arbeitgebervertreter und Gewerkschaft heute auf einen neuen Kollektivvertrag einigen. Mit Erhöhungen zwischen 8,3% und 9,2% - was durchschnittlich +8,39% entspricht – bewegt sich die fixierte Tarifanpassung allerdings auf der absoluten Oberkante, was viele Händler im kommenden Jahr überfordern wird.

„Der historisch höchste Handels-KV-Abschluss mit durchschnittlich 8,39 Prozent wird den Beschäftigten die Inflation ausgleichen. Auch wenn jeder Euro mehr bei den Personalkosten in den Betrieben erst verdient werden muss, damit die Beschäftigungsstruktur so aufrechterhalten werden kann. ‚A gmahde Wiesn‘ ist das noch lange nicht, weder für die Jobs noch für die Betriebe“, erklärt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will in einer ersten Stellungnahme.

"Trotz der schwierigen Ausgangslage und dem negativen wirtschaftlichen Ausblick von IHS und WIFO geben die heimischen Händler ihren Beschäftigten mit der heutigen KV-Einigung Halt, Kaufkraft und Planungssicherheit für 2024. Nun muss der Fokus auf Reformen seitens der Regierung liegen, damit die Abgaben auf den Faktor Arbeit reduziert werden. Nur so kann die beschädigungsintensivste Branche des Landes zukunftsfähig bleiben. Ganz nach dem Motto: Mitarbeiter stärken und Handel erhalten."

Der Handelsverband hat immer betont, dass es einen Schulterschluss zur nachhaltigen Sicherung der Arbeitsplätze im Handel braucht und daher auch im Sinne der Arbeitnehmervertreter die oberste Prämisse gelten muss, so viele Beschäftigte wie möglich im Handel zu halten.

"Die deutliche Erhöhung des Mindestgehalts auf 2.124 Euro macht die Attraktivität der Branche auch in Zahlen deutlich. Generell ist diese Tariferhöhung ein Zeichen der Dankbarkeit an die Beschäftigten, von denen viele in den letzten Jahren Außergewöhnliches geleistet haben. Im kommenden Jahr müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam um den Erhalt der Arbeitsplätze im österreichischen Handel kämpfen. Ebenso empfehlen wir den Arbeitnehmervertretern im Gespräch mit den Arbeitgebervertretern zu bleiben, um drängende KV-Reformen in den verhandlungsfreien Monaten anzugehen und voranzutreiben", so Handelssprecher Rainer Will.

Der Handelsverband dankt dem Verhandlungsteam der Arbeitgeberseite für seinen Einsatz. Der abgeschlossene Kollektivvertrag im österreichischen Handel gilt für rund 430.000 Handelsangestellte.

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