• Infocenter Energie & Teuerung

Infocenter für Händler zur Energiekrise & Inflation

Die extreme Situation am Energiemarkt und die höchste Inflationsrate seit 1952 (+11%) treibt immer mehr österreichische Handelsbetriebe an ihre wirtschaftlichen Grenzen. Mittlerweile kämpfen zwei Drittel der Unternehmen mit einer deutlichen Verschlechterung der Kapitalstruktur (= zu wenig Eigenkapital). 2023 ist keine Entspannung in Sicht, im Gegenteil: Der Einzelhandel muss im kommenden Jahr laut einer aktuellen Studie von EcoAustria im Auftrag des Handelsverbandes Energie-Mehrkosten von 486 Millionen Euro stemmen.

 

Überdies könnte die Energieversorgung Europas im Winter angespannt sein. Daher unterstützt der heimische Handel die Energie-Sparmaßnahmen der Bundesregierung nach besten Kräften.

 

Handelsrelevante Maßnahmen gegen die Teuerung

Hier finden Sie eine kompakten Überblick über alle Entlastungsmaßnahmen.
Nachfolgend finden Sie ein Auflistung von Maßnahmen gegen die Teuerung, die für den Handel besonders relevant sind, sowie alle wichtigen Pressemeldungen, Tipps und Ratgeber des Handelsverbandes in Bezug auf die Energiekrise.

Blackout-Ratgeber

Machen Sie Ihr Unternehmen krisenfit

Im vergangenen Jahr erinnerten uns zwei Großstörungen im europäischen Stromversorgungssystem daran, dass es trotz aller Sorgfalt keine hundertprozentige Sicherheit gibt. Seither beschäftigen sich Politik, Medien und Wirtschaft intensiver mit den Folgen eines plötzlichen, überregionalen, länger andauernden Strom-, Infrastruktur- und Versorgungsausfalls - einem sogenannten Blackout. Zurecht, denn die Folgen eines Blackouts wären für die Gesellschaft, Wirtschaft und den Handel katastrophal.

Hier geht es zum Blackout-Vorsorge-Ratgeber.

Energiekostenzuschuss

Mit dem Energiekostenzuschuss werden Unternehmen in einer von vier Stufen gefördert:

In der Basisstufe (Stufe 1) werden bei Strom, Erdgas und Treibstoffen 30 Prozent der Preisdifferenz zum Durchschnittswert des Jahres 2021 als Förderung vergeben. Die maximale Förderhöhe beträgt pro Unternehmen bzw. verbundenen Unternehmen EUR 400.000. Der Zuschuss muss EUR 2.000 übersteigen. 

Für den Zuschuss in Stufe 2 müssen sich als Voraussetzung die Preise für Strom und Erdgas zum Vergleichsmonat des Vorjahres verdoppelt haben, wobei der Verbrauch mit 70 % des Wertes im jeweiligen Vergleichsmonat des Vorjahres begrenzt ist. Die förderungsfähigen Mehrkosten ergeben sich aus der Differenz der Monatspreise 2022 und dem Doppelten des Durchschnittspreises im Vergleichszeitraum (Jänner bis Dezember 2021), multipliziert mit dem jeweiligen Monatsverbrauch im Förderzeitraum. Die Förderung deckt 30 Prozent hiervon ab. In Stufe 2 werden somit teilweise Energie-Mehrkosten aus einer Preissteigerung, die über das Doppelte der Energiepreise 2021 hinausgehen, abgegolten. Die maximale Förderungshöhe beträgt hier EUR 2 Mio. Treibstoffe können in der Stufe 2nicht gefördert werden.

Ab Stufe 3 müssen Unternehmen für einen Zuschuss von 50% zudem zusätzlich im jeweiligen Förderungsmonat einen Betriebsverlust (negatives EBITDA) vorweisen. Die Förderungsfähigen Kosten müssen sich auf mindestens 50 Prozent des Betriebsverlustes im jeweiligen Monat belaufen. Zudem ist der Zuschuss mit 80 % des Betriebsverlustes im förderungsfähigen Zeitraum (Februar bis September 2022) begrenzt. Die Zuschusshöhe liegt zwischen EUR 2 Mio. und 25 Mio. 

In Stufe 4 werden zusätzlich zu den Anforderungen aus Stufe 3 ausgewählte Branchen gem. Richtlinie unterstützt. Hier sind maximale Zuschüsse von bis zu EUR 50 Mio. bei einem Fördersatz von 70% möglich.

Weitere Infos (AWS)

Entfall der Ökostrompauschale

Zeitraum: bis Ende 2022

Weitere Infos

Senkung der Elektrizitätsabgabe

Die Elektrizitätsabgabe beträgt 0,015 Euro je kWh. Für Vorgänge im Zeitraum vom 1. Mai 2022 bis 30. Juni 2023 beträgt die Elektrizitätsabgabe 0,001 Euro je kWh.

Weitere Infos

Senkung der Erdgasabgabe

Für Vorgänge im Zeitraum vom 1. Mai 2022 bis 30. Juni 2023 beträgt die Abgabe 0,01196 Euro anstelle von 0,066 Euro je m3 und für Wasserstoff 0,0038 Euro anstelle von 0,021 Euro je m3 .

Weitere Infos

Sozialversicherungsbonus für Selbständige

Anspruchsberechtigt sind all jene Selbständigen, die zum Stichtag, 31.8.2022, nach GSVG krankenversichert sind mit einer Beitragsgrundlage von mindestens € 566,-- und höchstens € 2.900,--.

Weitere Infos

Teuerungsprämie für Mitarbeiter:innen bis 3.000 EUR

Zulagen und Bonuszahlungen, die der Arbeitgeber in den Kalenderjahren 2022 und 2023 aufgrund der Teuerung zusätzlich gewährt, sind bis zu 3.000 EUR jährlich pro Arbeitnehmer abgabenfrei. Die Abgabenfreiheit gilt allgemein nur bis zu 2.000 EUR pro Jahr. Die Ausschöpfung der restlichen 1.000 EUR des Abgabenfreibetrages setzt voraus, dass die Zahlung aufgrund einer lohngestaltenden Vorschrift erfolgt (z.B. Kollektivvertrag oder Zulagen, die innerbetrieblich für alle oder bestimmte Gruppen von Arbeitnehmern gewährt werden).

Weitere Infos

Kontakt

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung

Handelsverband Team
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