• Handelskolloquium 2018

    Schloss Schönbrunn Apothekertrakt

Das Handelskolloquium 2018 vereint alles, was der Händler wissen muss, in einer Veranstaltung.

Der Handel verändert sich stärker denn je, die gesamte Branche wird neu vermessen. Spielregeln werden neu definiert. 

Die Bedeutung von Kundendaten und Smart Data Analytics wächst unaufhörlich. Mobile ist zum Standard geworden und Smartphone-Shopping verzeichnet zweistellige Wachstumsraten. Der Online Shift soll durch Location-based Marketing und Digitalisierung der Fläche auch stationär genutzt werden. Zahlreiche Entwicklungen stellen den Handel damit vor neue Herausforderungen. 

Nie war es für Händler wichtiger, Markttrends frühzeitig zu erkennen, für sein Geschäftsmodell die richtigen Schlüsse abzuleiten und zu nutzen. 

WE WANT YOU: Ob Speaker, Partner, Start Up oder Sponsor, kontaktieren Sie uns und werden Sie Teil vom Handelskolloquium 2018. 

Jetzt mitmachen!

Anmeldung

  • Mitglieder und Partner des Handelsverbands sowie des EHI: EUR 240 (Early Bird* EUR 220)
  • Andere Unternehmen: EUR 480 (Early Bird* EUR 440)
  • Studenten: EUR 50

* Early Bird gilt bis 16.03.2018.

Alle Preise verstehen sich exkl. USt.

Stornierungen können ausschließlich schriftlich entgegengenommen werden. Bitte beachten Sie, dass bei einer Stornierung nach dem 16.03.2018 der gesamte Konferenzbetrag in Rechnung gestellt werden muss.

Tickets

Bitte füllen sie zur Anmeldung nachstehendes Formular aus.

Programm

Sprecher

Daniel Cronin

Moderator, Pioneers Festival; Vorstandsmitglied, AustrianStartups e.V.
Cronin ist leidenschaftlicher Entrepreneur, Universitätslektor und Moderator. Er ist Gründungsmitglied der App-Agentur all about apps, Co-Gründer und Vorstandsmitglied von AustrianStartups sowie der Crowdinvesting-Plattform primecrowd und unterrichtet an der Wirtschaftsuniversität Wien, der Technischen Universität Wien, der FH in Hagenberg und an der FH Wiener Neustadt. Seit Oktober 2015 ist er ebenfalls Vorstandsmitglied der Österreichischen Werbewissenschaftlichen Gesellschaft WWG und seit Januar 2016 Member von startup300. Cronin moderierte bis dato mehr als 120 Veranstaltungen zu einem Startup-Thema, unter anderem das Pioneers Festival und die TV-Show „2 Minuten 2 Millionen – die PULS 4 Start-Up-Show. “

Astrid Grasser

IKEA FAMILY Manager AT, IKEA

Nach Abschluss der Werbe Akademie hat Grasser Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität in Wien und am Uppsala Universitet Ekonomikum in Schweden studiert. Bereits neben ihrer Ausbildung hat sie zahlreiche Praktika absolviert, bevor sie als Assistentin beim ZTB Zukunftsbüro anfing. 2009 wechselte sie zu IKEA, wo sie ihre Karriere als Catalogue and Brochures Manager begann, das Backpacker Programm in Deutschland und Schweden gemacht hat und schließlich seit vier Jahren als IKEA FAMILY Manager fungiert. 

 

 

Thomas Hinterleithner

Gründer und Geschäftsführer, LOC-Place und Customer Experience Lab

Neben seiner Funktion bei LOC-Place und dem Customer Experience Lab ist Hinterleithner im Vorstand des DMVÖ sowie Country Manager der LBMA. Er hat mehr als 15 Jahre Erfahrung, u.a. SW Entwicklung IBM, Geschäftsleiter Bertelsmann & arvato AZ-Direct, Vice President NeoMedia Inc. USA. Mit Kunden/Partnern wie McDonald’s, Microsoft, Chrysler, Renault, Bertelsmann Gruppe, internationalen Agenturen und vielen anderen Fortune 500 Unternehmen, entwickelt er digitale Lösungen mit dem Fokus auf Marketing-ROI, Effizienz und werthaltige Kundenbeziehungen.

Andreas Hlakdy

Gründer und CEO, point of origin

Hladky hat Psychologie, Philosophie und Kulturantrophologie an der Universität Wien sowie Projektmanagement an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert. Zudem hat er die Europäische Business University INSEAD Fontainbleau besucht. Im Rahmen seiner Arbeit mit Kunden aus zahlreichen Branchen rückte die Frage nach effizienten Kommunikationsformen für Hladky immer mehr in den Mittelpunkt. Er gründete point of origin, ist Senior Berater für den Infodienst pointoforigin.at und für Point of origin Researchkooperationen (unter anderem mit der Wharton University of Pennsylvania und dem Bostoner MIT) zuständig.

Ross King

Senior Scientist, AIT

Klaus Magele

Geschäftsführer, Salamander

Magele startete seine Karriere als Einkäufer bei Stiefelkönig. Danach führte ihn sein Weg über M&M Kaliwoda als Product Manager zu Salamander, wo er heute als Geschäftsführer von Salamander Austria, Salamander Hungaria  Kft und Delka tätig ist. Ebenso ist er verantwortlich für Einkauf, Marketing und Expansion in CEE.

Stephan Mayer-Heinisch

Portrait Stephan Mayer-Heinisch

Präsident, Handelsverband
Vor der Gründung von S. Mayer-Heinisch Consult 2005 war Mayer-Heinisch von 2001 bis 2005 Leiter der Konzernkommunikation bei Leder & Schuh und von 1985 bis 2001 Geschäftsführer der Leder & Schuh-Töchter Humanic, Shoe4You, Dominici und Mega Socks. Zudem ist er Obmann des Austrian Council of Shopping Centers und Präsident des Österreichischen Handelsverbands.

Heinrich Prokop

Mitbegründer und CEO, Clever Clover; CEO, Gutschermühle; Managing Director, NEO Investments BV

Nach seinem Studium und beruflichen Stationen in Deutschland stieg Prokop 1992 in der siebten Generation in den Familienbetrieb Gutschermühle ein. Seit dessen Verkauf 2009 agiert er als CEO und zusätzlich als Vorstandsmitglied in der CBG Holding der HACO-Gruppe. 2013 war er Mitbegründer von Clever Clover, eine an mittlerweile mehr als 30 „Early Stage Companies“ in Österreich, Holland und UK beteiligte Investmentfirma. Als CEO von Clever Clover und Managing Director der NEO Investments BV konnte Prokop sein profundes Wissen über Finanzmanagement, Fertigung, Produktion und Supply Chain schon unzählige Male unter Beweis stellen. 

Stefan Ramershoven

Gründer und Geschäftsführer, Kjero

Ramershoven ist Gründer und Geschäftsführer von Kjero, einem der führenden Anbieter für interaktives Marketing. Auf dem hauseigenen Panel kjero.com mit knapp 200.000 registrierten Nutzern führt Kjero Produkttest und Word of Mouth (Empfehlungsmarketing) Kampagnen für Unternehmen wie Barilla, Wilkinson, Melitta oder Beiersdorf durch. Die zugrunde liegende SaaS (Software as a Service) Technologie wird neben Weiteren von Axel Springer oder Nestlé als White Label Lösung für eigene interaktive Werbeformate genutzt. Als Experte für Marketing und Growth Hacking berät Ramershoven darüber hinaus einige Start Ups und Unternehmen wie den Zollhof Tech Incubator und ist ein beliebter Speaker auf Konferenzen.

 

 

 

Jyn Schultze-Melling

Associated Partner, EY Law

Schultze-Melling hat Jura studiert und erwarb seinen Ph.D. Abschluss an der Universität Freiburg. Zusätzlich absolvierte er einen Master-Abschluss in IT-und Telekommunikationsrecht an der Strathclyde University of Glasgow. Er war Chief Privacy Officer der Allianz Gruppe und Leiter der Abteilung für den Schutz der Privatsphäre der Deutschen Bahn, bevor er als Director für Datenschutzrichtlinien für Europa bei Facebook fungierte. Anschließend trat er EY Law in Berlin als Associated Partner bei, um seine Klienten als DPO-Coach und Berater bei der Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung zu unterstützen.

 

 

 

Alex von Harsdorf

Gründer und Geschäftsführer, Groupify

Von Harsdorf ist Gründer und Geschäftsführer von Groupify, Anbieter einer integrierten Social Shopping Technologie für Online Shops. Das Startup ging Anfang 2017 zunächst in einer Beta-Version speziell für Konzert-Ticketing online. Bereits kurz nach Start kam die Technologie der Berliner u.a. bei den Ticketvorverkäufen von Top-Acts wie Katy Perry, Gorillaz, Jamiroquai sowie zahlreichen Festivals zum Einsatz. Seit Mitte 2017 ist Groupify offiziell live und sorgt seitdem für Kunden- und Umsatzwachstum bei Online Shops. 

Johannes Weinzierl

Leitung Marketing & IT, Hartlauer

Weinzierl hat Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien und der Sales Manager Akademie studiert. Erste Erfahrungen im Marketing sammelte er bei T-Mobile, bevor er 2002 zu Hartlauer wechselte, wo er für den gesamten Marken- und Kommunikationsauftritt als auch Strategieentwicklung, die Kundenbindungsprogramme, den Mediaeinkauf, PR und das Eventmanagement verantwortlich ist. Zudem verantwortet er die Abteilungen IT und Back Office und gründete Löwenmedia, die hauseigene Mediaagentur von Hartlauer.

Christine Wilfinger

Specialist Team Unit Lead, Microsoft

Wilfinger treibt den digitalen Transformationsprozess von Microsoft in Österreich maßgeblich voran und ist Sprecherin für die Themen Retail und Artificial Intelligence. Zuvor war sie viele Jahre im Business Development sowie Sales-Bereich in verschiedenen Führungsrollen – zuletzt bei SAP – tätig. Sie hat einen Master in Economics & Engineering an der Technischen Universität in Wien und einen MBA General Management an der Donau-Universität Krems abgeschlossen. Außerdem verfügt sie über mehrere branchenrelevante Zertifizierungen, wie das "Certificate of Business Intelligence & EPM", von verschiedenen namhaften Herstellern.

Rainer Will

Geschäftsführer, Handelsverband

Seit 2014 zeichnet Will als Geschäftsführer des Handelsverbandes und Herausgeber des Branchenmagazins RETAIL verantwortlich. Er ist u.a. im Board of Directors bei EMOTA sowie Beirat der FH St. Pölten, der DMX Austria und des Swiss Import Promotion Programms. Davor war Will im Kabinett des Wirtschaftsministers in den Bereichen Unternehmensfinanzierung, Innovation und Technologie beschäftigt, nachdem er fünf Jahre lang strategische und operative Funktionen beim Austria Wirtschaftsservice (aws) innehatte. Will studierte berufsbegleitend Betriebswirtschaft an der WU Wien und der London School of Economics.

Harald Winkelhofer

Gründer und CEO, IQ mobile

Nachdem Winkelhofer sein Studium an der Fachhochschule Technikum Wien abgeschlossen hatte, startete er in der Telekommunikationsbranche und sammelte ab 1998 Erfahrung bei zwei Mobilfunkbetreibern sowie einem Mobile Service Anbieter. Seit 2004 teilt er sein Wissen durch Lehren an Fachhochschulen in Deutschland und Österreich und seit 2011 ist er Präsident der MMA Austria. 2012 hat Winkelhofer sein Unternehmen IQ mobile an das weltweite agierende Dentsu Aegis Network verkauft und damit einen Europa-Roll-Out sowie die Integration in das internationale Agenturnetzwerk beschritten. Bis heute ist er Mitglied des Steering Board von Dentsu Aegis.

Matthias Zacek

Industry Head, Google
Zacek beschäftigt sich in seiner Funktion speziell mit folgenden Themen: Kundenzentrierte Unternehmenssteuerung, Omnichannel und digitale Transformation von traditionellen Unternehmen. Dazu gehören zukunftsorientierte Unternehmensorganisation, Kooperations- und Zielsysteme. Seit 2013 ist er bei Google für die Weiterentwicklung von Handelsunternehmen und seit 2016 mit seinem Team für das gesamte Österreichgeschäft verantwortlich. Zuvor war er über zehn Jahre in leitenden Funktionen in der Medienbranche in den Bereichen Print und Online tätig. 

Anfahrt und Unterkunft

Schloss Schönbrunn Apothekertrakt
(Zugang Grünbergstraße)
Meidlinger Tor
1120 Wien
T +43 (1) 81113-358
www.schoenbrunnmeetings.com

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

U-Bahn: Linie U4 bis Station Schönbrunn, Ausgang Grünbergstraße
Straßenbahn: Linien 10 oder 58 bis Station Schönbrunn
Bus: Linie 10A bis Station Schönbrunn

Mit dem PKW:
Wir empfehlen Ihnen aufgrund der knappen Parkplatzsituation rund um Schönbrunn, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen.

Ein gebührenpflichtiger APCOA-Parkplatz befindet sich gegenüber dem Eingang zur Orangerie auf der Schönbrunner Schlossstraße. An der Rezeption des Schloss Schönbrunn Apothekertrakts sind vergünstigte Tarife erhältlich:
Tagesticket/24h, um € 18,- (anstelle von € 39,-) und 4-Stunden-Tickets um € 10,- (anstelle von € 3,90 pro Stunde).

Unterkunft:
In Gehnähe zum Apothekertrakt Schönbrunn befindet sich das Hotel Courtyard by Marriott Wien Schönbrunn. Für unsere Tagungsteilnehmer bieten wir Sonderpreise.
Download Courtyard by Marriott Infoblatt

Nachbericht 2017

Florian Böhme, Amazon, zeigte in der ersten Keynote des Tages wie Amazon den B2B Einkauf und Verkauf vereinfachen will und welche Vorteile das für österreichische Unternehmen haben kann. Wie man Daten gewinnt und sinnvoll nutzt, erfuhren die ZuseherInnen in der Keynote von Johannes Opperman. Welche Veränderungen im HR-Bereich notwendig sind um Hierarchiepyramiden auf den Kopf zu stellen demonstrierte Whatchado Gründer Ali Mahlodji in mitreißenden 15 Minuten. Die weiteren Vorträge und Diskussionen boten den rund 200 Gästen die Möglichkeit von erfolgreichen Best-Practises zu profitieren, sich über die aktuellsten Online-Marketing Trends und rechtlichen Rahmenbedingungen zu informieren und beim anschließenden Get-together auszutauschen. Charmant und souverän durch den Tag führte der Moderator, „Seriengründer“ und Startup-Veteran Daniel Cronin.

People First
„Vergessen Sie nicht: people make the difference“, mit diesen Worten erinnerte Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des Handelsverbandes, bei aller technologischer Optimierung nicht die MitarbeiterInnen zu vergessen. Er unterstrich in seiner Eröffnungsrede die Wichtigkeit des Menschen im Unternehmen, der in Zeiten der disruptiven Entwicklungen den Unterschied ausmacht: „Wir brauchen im Handel die besten Köpfe. Denn am Ende entscheiden die Menschen im Betrieb über Erfolg oder Misserfolg.“

Der Kunde gibt den Wandel vor
Seit vier Monaten gibt es Amazon auch für Businesskunden und der Online-Gigant scheint das Wachstumstempo aus dem B2C-Markt auch in das neue Geschäftsfeld übertragen zu können. Florian Böhme, Head of Amazon Business, berichtete in seiner Keynote von bereits 10.000 Verkäufern und 50.000 Kunden auf der Amazon Businessplattform, die als „geschlossene Gesellschaft“ ausschließlich Unternehmen zur Verfügung steht. Den Veränderungen im Handel begegnet Böhme mit Konstanz: „Seit dem ersten Tag ist der Kunde bei uns im Fokus. Wir wissen nicht, wie der Handel der Zukunft aussehen wird, aber die Grundprinzipien Preis, Auswahl und Convenience werden auch in 10 Jahren noch Gültigkeit haben.“ Er forderte die Anwesenden auf dem Wandel offen zu begegnen und strich eine Kernkompetenz von Amazon in fünf Worten hervor, die sich jeder Händler zu Nutze machen kann. „Mit uns generieren sie Wachstum“.

Für viele ist der Marktplatz der Einstieg in den E-Commerce
Ob der Online-Marktplatz für den Handel wirklich unverzichtbarer Vertriebsweg ist, wurde im Anschluss an die Keynote leidenschaftlich diskutiert. Martin Engelmann, Geschäftsführer von dm drogerie, rät den Wert der Marke und der stationären Präsenz nicht aus den Augen zu verlieren: „Wir erfüllen Bedürfnisse, die der Kunde erst entdeckt wenn er zu uns ins Geschäft kommt. Wir schaffen Nähe zum Kunden.“ Er warnt davor den Markenauftritt bei Bespielung beider Ebenen zu beschädigen: „Der Wechsel vom emotionalen, stationären Auftritt zu einem rationalen Online-Auftritt ist schwierig. Der Markenauftritt darf nicht unter einer Präsenz auf beiden Ebnen leiden.“ Christoff von Lattorff, Country Manager der B2B Beschaffungsplattform Mercateo ist davon überzeugt, dass man auf Plattformen nicht verzichten sollte, und differenzierte sich von Amazon Business dadurch, dass Mercateo als reiner Vermittler auftrete und kein eigenes Sortiment habe. „Marktplätze sind ein weiterer Vertriebskanal, den man nutzen muss. Langfristig wird sich der Multichannel Handel durchsetzen“. E-Commerce Profi Jan Radanitsch berät mit seinem Unternehmen smec internationale Händler und hat dabei gelernt, dass „für viele der Marktplatz der Einstieg in den E-Commerce ist“. Professionelle Strukturen nehmen dem Händler so anfangs die Last der vielfältigen neuen Anforderungen ab. Er fügt jedoch hinzu, dass es auch mal zu Missverständnissen kommen kann: „Manche Händler sind bei Amazon nur Passagiere.“ Eric Hoffmann von der heute gelaunchten Post E-Commerce Plattform Shöpping sieht es als „die Pflicht des Händlers, diesen Vertriebsweg auszuprobieren, da man so andere, neue  Kunden erreichen könne“. Interessierten bot Radanitsch im Anschluss bei einer Break-out-Session einen vertiefenden Einblick in die Möglichkeiten der Datennutzung.

Kunden verstehen und servicieren mit Machine Learning
Zum zweiten Themenschwerpunkt des Tages entführte Johannes Oppermann, Analytical Lead bei Google, das Publikum in die Welt der Daten. Jede Kaufentscheidung sei von Daten begleitet, die korrekt interpretiert und verwendet gehören. „Wenn wir smart handeln wollen, müssen wir verstehen wie Entscheidungsprozesse und die einzelnen Schritte der Customer Journey funktionieren.“ Mit Google versucht er den Handel dabei zu unterstützen die Online- und Offlinewelten miteinander zu verbinden um gewonnene Daten bestmöglich zu nutzen. Entgegen vieler Meldungen belegt er einen starken positiven Einfluss des Webs auf die stationären Umsätze. So geht 85% der Käufe im Geschäft eine Onlinerecherche voraus: der sogenannte Online-To-Store-Effekt. Die Unzahl an Daten bringt den Menschen jedoch an die Grenzen seiner Kapazitäten. Deshalb kommen immer selbstlernende Programme zum Einsatz. „Wenn ein Mensch mit dem Optimieren nicht mehr nachkommt, helfen Algorithmen. Machine Learning hilft den Kunden zu verstehen und ihn mit relevanten Informationen zu servicieren“.

Datenschätze heben
Mittels drei Best Practice Cases wurde dem Publikum der smarte Umgang mit Daten praxisnah dargelegt. Christian Kittl, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums evolaris stellte den Anwendungsfall Shopping City Seiersberg vor und warnte vor einem Fehler, der lange Zeit gemacht wurde: „Nur die Daten zu sammeln bringt nichts. Vielen sitzen auf einem wahren Datenschatz, aber es fehlen die Werkszeuge ihn zu nutzen.“

Ein Unternehmen, das es versteht die Daten zu nutzen ist Alibaba. David Baumgart gab einen Überblick über die Aktivitäten des chinesischen Online-Giganten und stellte im Detail das mobile Bezahltool Alipay vor, das Händlern in Europa helfen soll den Umsatz bei chinesischen Kunden zu steigern. „Wir haben in China 450 Millionen Alipay User, jeden Tag erfolgen 100 Millionen Transaktionen. Chinesische Touristen sind in Europa unter den kaufkräftigsten Kunden. Alipay kann dabei helfen dieses Potential für das eigene Unternehmen zu nutzen“, so Baumgart. Alipay versteht sich als Lifestyle-App die neben der Bezahlfunktion auch Lösungen für Frequenzsteigerungen, Kundenbindung, Cross-Marketing und Datennutzung anbietet. „Die Datenschutzgrundverordnung ist auch für uns eine Herausforderung.

Den Abschluss des Datenslots machte Siegfried Stepke, Geschäftsführer von e-dialog und Organisator der Google Analytics Conference. Er zeigte an Hand von drei Beispielen, wie mit gezielter Segmentierung und Smart Data Marketingmaßnahmen so optimiert werden, dass die Kosten sinken und der Output steigt. „Viele Kampagnen wären ohne Daten und spezielle Programme gar nicht möglich. Da es diese Tools gibt, sollte man diese auch nutzen um dem richtigen Kunden das beste Angebot zum passenden Zeitpunkt zu machen.“

Talente sind ein rares Gut
Software soll Daten analysieren und interpretieren um den Mensch bei seiner Arbeit zu entlasten und zu unterstützen. Im dritten Themenspektrum des Tages stand der Mitarbeiter und eine moderne Personalführung im Fokus. Um Talente innerhalb eines Unternehmens zu erkennen und zu förder hat Google die Studie Talent Revolution durchgeführt, die York Scheunemann vorstellte. Er sieht im Mitarbeiter den Schlüssel zum Erflog und plädiert dafür sich mit seinen Potentialen zu beschäftigen: „Talente sind ein rares Gut heutzutage. Es ist ein richtiger Krieg ausgebrochen um gute Leute. Viele Unternehmen wissen jedoch gar nicht, was sie nicht wissen.“

25% der Menschheit retten
Ali Mahlodji, seines Zeichens Gründer und CEO der Online-Plattform Whatchado, der auf seinem Weg vom Flüchtlingskind in Traiskirchen zum Europäischen Jugendbotschafter 40 Jobs ausübte, stellte bestehende Hirachiepyramiden auf den Kopf. „Was Menschen antreibt ist das `Warum`. Sieht man einen Sinn in seiner Arbeit und weiß man, warum man etwas macht, wird man danach streben es bestmöglich zu machen. Als Arbeitgeber hat man mit der Lebenszeit von Menschen zu tun, diese darf man nicht verschwenden. Man muss seine Mitarbeiter mit Kompetenzen ausstatten und Fehler zulassen.“ Als Mahlodji 2012 Whatchado ins Leben rief hatte er einen Wunsch: „Ich wollte 25% der Menschheit retten“. Rund 25 % der Weltbevölkerung sind unter 15 Jahre alt. Wie „Tomorrows Workforce“ aussehen muss, wurde bei der anschließenden Gesprächsrunde diskutiert.
Klaus Magele, Geschäftsführer des Schuhhändlers Salamander, sieht es als Aufgabe der Führungsebene Vertrauen zu schaffen um gemeinsam Ziele zu erreichen. „Wir müssen vom Sollen zum Wollen kommen.“ Gerhard J. Vater, Autor und Berater, fordert einen Fokus auf die Frage nach dem Zweck einer Arbeit. „Die Menschen haben vergessen, dass das Tun nur Wert hat, wenn man fragt, was man bewirkt. Die wirklichen Profis sind Amateure, da diese ihre Tätigkeit aus purer Freude ausüben.“
Mahlodji sieht Achtsamkeit als wichtigsten Skill der Zukunft und empfiehlt jedem mit besten Beispiel voran zu gehen. „Du kannst von Mitarbeitern nichts verlangen, was du selber nicht tust.“ Scheunemann ruft dazu auf Organisationen zu entängstigen und vom Doing zum Being zu kommen.

Don`t bring a knife to a gunfight
Als abschließenden Best Practise Case präsentierte Martin Zimmermann von Microsoft zeitgemäße Tools zur Personaleinsatzplanung. Er sieht heutzutage den größten Fehler darin, dass zur Lösung komplexer Anforderungen veraltete Werkzeuge und manuelle Prozesse herangezogen werden: „Der Arbeitsalltag ist für MitarbeiterInnen und Personalplaner oft durch untaugliche Werkzeuge geprägt.“ Deshalb sein Tipp: „Don`t bring a knife to a gunfight.”

Im kleinen Kreis konnten sich Interessierte mit der Arbeitsrechtsexpertin Andrea Potz austauschen und über die wichtigsten Neuerungen im Arbeitsrecht informieren

Zum Abschluss gab es für alle Teilnehmer noch die Gelegenheit zum ausführlichen Networking untereinander und mit den Speakern. Thematisch nach den drei Schwerpunkten des Tages gegliedert, standen Christoph von Lattorff, Johannes Oppermann und Martin Zimmermann mit Kollegin Nina Schmidt zum fachlichen Networking zur Verfügung.

Handelsverband Geschäftsführer Rainer Will, zeigte sich am Ende des Tages sehr zufrieden: „Wir bringen den heimischen Handel mit allen wichtigen internationalen Playern zusammen, um gemeinsam die gesamte Branche und damit den Standort voranzubringen. Die hohe Besucherzahl freut uns und jeder einzelne Teilnehmer war und ist zentraler Bestandteil des neuen Setups mit integrierten Formaten.“

Der Handelsverband bedankt sich bei seinen Kooperationspartnern Mercateo, CRIF und hokify.


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© Katharina Schiffl / Abdruck honorarfrei.

Kontakt

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Stephanie Klein, BSc (WU) MA
Event-Manager
stephanie.klein@handelsverband.at
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